Winterfahrrad

Ein eigenes Fahrrad für den Winter hat seine Vorzüge: Man kann die Spikereifen dauerhaft montiert lassen und nimmt bei Bedarf einfach das andere Fahrrad. Darüber nachgedacht hatte ich schon länger – aber erst jetzt habe ich diese Idee auch umgesetzt.

Update Juli 2014: Nachdem ich sowohl im Winter 2012/2013 als auch 2013/2014 das Fahrrad kaum benutzt habe, habe ich mich entschlossen, es einem Freund zu geben, der es als Alltagsrad besser brauchen kann als ich.

Ende 2012 habe ich dieses Winora „Dakar“ von einem Kollegen gebraucht gekauft – eigentlich ein Fahrrad mit einigen Dingen, die ich normalerweise nicht so gerne mag, wie etwa die Federgabel:

  • Alu-Rahmen mit breitem Unterrohr und integriertem Steuersatz
  • Shimano Kettenschaltung 3×9
  • Federgabel – Suntour NEX mit einstellbarer Vorspannung und Lockout
  • Federsattelstütze
  • Steckschutzbleche
  • Beleuchtung mit Batterie-/Akkulicht

Andererseits war der Zustand insgesamt sowie auch der Preis dafür völlig in Ordnung. Lediglich der vorhandene Scheinwerfer war kaum mehr als ein Positionslicht. Das nachfolgende Bild zeigt den Zustand im Januar 2013 – nach den Umbauten mit anderen Bremsen und dem neuen Scheinwerfer. Es ist allerdings mit einer Handy-Kamera bei schlechtem Licht aufgenommen und daher nicht besonders gut:

Winora Dakar

Umbauten

Reifen

Für den Wintereinsatz am wichtigsten: Spikereifen, konkret Continental Nordic Spike 42-622 mit 240 Spikes. Diese Reifen sind schon einige Jahre alt, aber durch die seltene Nutzung im Winter immer noch ein einem recht guten Zustand.

Vorbau, Lenker und Bremsen

Grundsätzlich wäre das Fahrrad mit den Spikereifen schon benutzbar gewesen – allerdings haben einige Dinge noch nicht so gut gepasst: Die Bremsen waren genau anders herum montiert, wie ich es gewohnt bin (Vorderradbremse links statt rechts) und der Vorbau war für meine Verhältnisse deutlich zu lang.

Durch den kürzeren Vorbau mussten die Bowdenzüge der Bremsen ohnehin angepasst werden – das habe ich zum Anlass genommen, die Bremsen komplett auszutauschen durch die alten Shimano LX von meinem Alltagscrosser.

Zusätzlich habe ich am Lenker lange „Hörnchen“ verbaut – ähnlich zu denen an meinem Alltagsrad, die auch eine alternative, bequeme Griffposition erlauben.

Beleuchtung

Bei der Beleuchtung war ich mir nicht sicher, ob ich einen Nabendynamo samt Scheinwerfer und Rücklicht anbauen will – einerseits wäre das die zuverlässigste Lösung, andererseits auch die teuerste Variante, wo man selbst bei einfacher Ausführung wenigstens mit 100 EUR rechnen muss. Nachdem das Batterierücklicht durchaus seinen Zweck erfüllt, und ich das Fahrrad nur im Winter nutzen werde, habe ich am Ende nur einen Akku-Scheinwerfer besorgt – einen BUMM Ixon IQ samt Ladegerät. Eigentlich bin ich kein Freund von Akkuleuchten, weil die Akkus regelmäßig geladen werden müssen und man den Scheinwerfer beim Abstellen des Fahrrads als Diebstahlvorbeugung mitnehmen sollte. Allerdings war der Scheinwerfer deutlich billiger, als eine komplette Umrüstung und ist durch aktuelle „IQ“-LED-Technik entsprechend hell. Mit einem Satz Eneloop-Akkus im „AA“-Format ist es durch die geringe Selbstenladung auch kein Problem, den Scheinwerfer längere Zeit ungenutzt liegen zu lassen.

Schutzbleche

Die vorhandenen Steckschutzbleche waren eher unbrauchbar und wurden ersetzt durch „richtige“ Schutzbleche. Das nachfolgende Bild vom Umbau im April 2014 ist nicht besonders gut – aber man bekommt einen Eindruck davon:

Winora Dakar mit Schutzblechen

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