USB 3.0 heute

Vor einigen Jahren habe ich das erste Mal USB 3.0 in der Praxis ausprobiert. Die selbe Hardware ist immer noch im Einsatz, aber inzwischen gibt es auch schnelle externe 2,5″-Festplatten mit einer Kapazität von 2 TB und auch USB-Sticks für den aktuellen Standard sind günstig zu haben. Ein guter Grund, sich den aktuellen Stand noch einmal anzusehen.

Gut …

Das folgende Diagramm ist die Messung einer „WD Elements“. Dabei handelt es sich um eine 2,5″-Festplatte, die von Western Digital direkt mit USB-Anschluss produziert wird, so dass auf einen USB/SATA-Umsetzer im Gehäuse verzichtet werden kann. Dadurch fällt das Laufwerk insgesamt sehr kompakt aus und arbeitet auch recht flott:

WD Elements 2 TB

Das Kopieren größerer Datenmengen von einer internen Festplatte zur Externen oder umgekehrt war auch kein Problem.

USB-Sticks sind mittlerweile auch recht schnell, zumindest was die Lesegeschwindigkeit betrifft, wie hier ein „Mittelklasse“-Modell von Verbatim, das durchgehend über 80 MB pro Sekunde liefert:

Verbatim Store-n-Go 16 GB

… und weniger gut

Während es mit einer einzelnen Festplatte über USB 3 keine Probleme gab, ist der Betrieb mehrerer externer Festplatten leider nicht mehr so einfach. Konkret habe ich eine „WD Elements“ zusammen mit einer 1 TB-Festplatte von Toshiba (ebenfalls 2,5″) angeschlossen, um eine größere Datenmenge zu kopieren.

Das Ergebnis war ernüchternd: Nach einigen GB übertragener Daten war die Festplatte von Toshiba nicht mehr ansprechbar und liess sich auch bis zum Neustart des Systems nicht mehr nutzen, da sie schlicht vom System nicht mehr erkannt wurde (auch nicht, nachdem ich sie einmal getrennt und neu verbunden habe). Dabei spielte es auch keine Rolle, ob beide Laufwerke direkt am Controller angeschlossen wurden oder über den internen Hub (der ebenfalls mit Strom versorgt wird).

Ob dies nun am Controller, dessen Treibern oder dem Betriebssystem liegt, kann ich nicht genau sagen. Möglich, dass ein neues Mainboard im PC mit integriertem USB 3-Controller weniger Probleme macht.

Immerhin war die Kombination aus USB-Stick und Festplatte störungsfrei. Bei einem Test mit 4 GB Daten, die vom Stick zur Festplatte kopiert wurden, wurden rund 70 MB pro Sekunde erreicht und der Kopiervorgang konnte auch erfolgreich abgeschlossen werden.

Update: Stabiler Betrieb mit aktueller Hardware

Ende 2014 habe ich mein altes Mainboard durch aktuellere Hardware ausgestauscht, wo der separate USB 3-Controller nicht mehr erforderlich ist. Hier sind die beobachteten Probleme nicht mehr aufgetreten.

Aber noch besser: auch die Geschwindigkeit hat sich deutlich verbessert, wie man am nachfolgenden Diagramm sehen kann. Der USB-Stick von Verbatim ist über 40% schneller:

Verbatim USB-Stick an einem Z97-Mainboard

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