Tödlicher Abbiegeunfall mit LKW

Wie die Presse berichtet (Presse Augsburg und Augsburger Allgemeine) ist am 30. Juni 2015 eine 19 Jahre alte Fahrradfahrerin auf der Kreuzung Landsberger Straße und Inninger Straße im Augsburger Stadtteil Haunstetten tödlich verunglückt, nachdem Sie von einem LKW beim Abbiegen übersehen wurde.

Das ist ein weiteres trauriges Beispiel für die Hauptprobleme von vermeintlich „sicheren“ Radwegen: der Radverkehr bewegt sich außerhalb des Wahrnehmung durch den übrigen Straßenverkehr und an Kreuzungen, wo der Radverkehr rechts neben Rechtsabbiegern vorbeigeführt wird, kommt es immer wieder zu schweren bis tödlichen Unfällen. Dies einerseits, weil Leute auf dem Radweg von LKW und Bussen oft übersehen werden und andererseits den Schwenkbereich großer Fahrzeuge beim Abbiegen falsch einschätzen.

Es gibt Ideen, wie man Kreuzungen sicherer gestalten könnte, wie in diesem Video gezeigt:

Dennoch sollten Verkehrsplaner gerade im Innenstadtbereich statt einer strikten Trennung von Verkehrsmitteln auch Konzepte wie „Shared Space“ in Betracht ziehen – wenn sich Alle den Platz teilen müssen, sinkt durch die notwendige, gegenseitige Rücksichtnahme und geringere Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen auch da Risiko von Unfällen.

Augsburg hat sich mit dem Projekt „Fahrradstadt 2020“, wie viele auch andere Städte in Deutschland, das Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil in den nächsten fünf Jahren deutlich zu steigern und zu einer „Fahrradstadt“ zu werden. Das wird aber mit der althergebrachten Denkweise zum Thema „Radwege“ nicht gut funktionieren.

Siehe dazu auch:

„Fahrradstadt 2020“ – Aufbruch in die Vergangenheit

Fahrradnutzer/innen in der Stadt auf die Fahrbahn!

Fahrräder gehören auf die Straße

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