onselectstart

Ja, es kann sinnvoll und notwendig sein, das normale Verhalten des Browsers mit JavaScript zu beeinflussen – aber bitte nicht so, dass die normale Bedienung dadurch komplett unmöglich gemacht wird!

Manche „Profis“ glauben, mit Konstruktionen wie

document.onselectstart=new Function ("return false");

Besucher daran hindern zu können, Texte aus ihrer Website zu kopieren – oft in Kombination mit „ondragstart“ oder „oncontextmenu“.

Tatsächlich ist es so dann nicht mehr möglich, Abschnitte im angezeigten Dokument mit der Maus auszuwählen, sofern JavaScript ausgeführt wird, der Browser diese Event-Handler unterstützt und man überhaupt die Maus dafür benutzt. Leider erfährt der Benutzer so nicht, wieso die von ihm erwartete Reaktion – nämlich das Markieren des Textes – nicht funktioniert.

Gegen eine Kopie des gesamten Textes, z.B. mit Strg+A und Strg+C oder die Kopie aus der Quelltextansicht des Browsers („Ansicht“ → „Seitenquelltext anzeigen“ o.Ä.) hilft das genau gar nicht. Und bei wenn der Besucher JavaScript abgeschaltet hat – dann funktioniert auch so ein vermeintlicher „Kopierschutz“ nicht.

Liebe Webdesigner: Event-Handler, wie „onselectstart“, sind für Anwendungen gedacht, in denen der Browser mitbekommen soll, dass Elemente vom Benutzer ausgewählt oder verschoben werden, etwa für den Editor eines CMS oder eine interaktive Anwendung, und nicht dafür, dass man das normale Verhalten des Browsers derart verbiegt, dass manche Funktionen komplett unbenutzbar sind!

Liebe Urheber: Nein, nicht jeder Besucher will sich unrechtmässig Inhalte aneignen, nur weil er einen Textabschnitt mit der Maus markiert. Vielleicht möchte jemand nur einen Begriff bei einer Suchmaschine nachschlagen – und dazu den Begriff im Text markieren zu können, erleichtert die Sache ungemein.

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