Neues Computerspielzeug

Mit Elektronik habe ich mich schon beschäftigt, bevor ich meinen ersten Computer hatte – danach ist das Thema etwas eingeschlafen, aber das Werkzeug (Lötkolben, Multimeter etc.) ist noch vorhanden und manchmal bastele ich dann auch an Schaltungen, wie bei LCD2USB am FLI4L.

Nun bin ich gelegentlich auch in Berlin und schaue dort manchmal auch im Laden von Conrad Elektronik vorbei – sowas gibt es in Augsburg nämlich nicht und ich bin halt manchmal doch ein Nerd ;-).

Bei meinem letzten Besuch habe ich dort einen interessanten Bausatz entdeckt – eine Schnittstellenkarte mit mehreren analogen und digitalen Ein- und Ausgängen, die über USB angesteuert wird und sich recht leicht in eigene Anwendungen einbinden lässt.

Velleman K8055N

Die Velleman K8055N ist eine Schnittstellenkarte mit USB-Anschluss, die mehrere digitale und analoge Ein- und Ausgänge bietet. Da das Ganze als Bausatz geliefert wird, ist das Teil mit unter 30 EUR recht günstig – aber der Aufbau nimmt durch die Zahl der Bauelemente und die 313 Lötpunkte eine Weile in Anspruch.

Siehe auch: http://www.vellemanprojects.eu/products/view/?id=404880&lang=de

Hardware

Die Austattung im Überblick:

  • Controller: PIC18F24J50
  • Für die analogen Ein- und Ausgänge: Texas Instruments TLV274 (4× OpAmp)
  • Für die digitalen Ein- und Ausgänge: 2× Toshiba ULN2803APG (8× Treiber)
  • Anschlüsse: USB 1.1/2.0, Klemmleisten für die Ein- und Ausgänge
  • Eingänge: 2× analog, 5× digital (davon 2× mit Impulszähler)
  • Ausgänge: 2× analog (linear und PWM), 8× digital
  • Sonstiges: 2 Jumper zur Einstellung der Geräteadresse (0-3), 2 Jumper zur Aktivierung der Potentiometer zum Testen der anlogen Eingänge, 5 Taster zum Testen der digitalen Eingänge, 2 Potentiometer zum Testen und Anpassen der analogen Eingänge, LEDs zur Anzeige der Stromversorgung, und der Zustände der Ausgänge

Durch die einstellbare Geräteadresse können bis zur vier dieser Karten an einem Computer gleichzeitig genutzt werden. Die Vorverstärkung der analogen Eingänge kann mit zwei optionalen Widerständen erhöht werden, falls der Eingangsbereich von 0-5 Volt nicht ausreicht.

Optional kann auch ein Anschluss bestückt werden, über den man den PIC direkt auf der Platine programmieren kann, sofern man einen passenden Programmer von Velleman hat.

Software

Die Karte meldet sich gegenüber einem Computer unter Windows als „Human Interface Device“ (HID) und ist daher ohne spezielle Treiber ansprechbar. Für die ersten Tests gibt es ein Demoprogramm, mit dem man sämtliche Ein- und Ausgänge überprüfen kann. Um die Ansteuerung in eigenen Anwendungen zu erleichtern, bietet Velleman auch eine umfassende Dokumentation und zahlreiche Beispiele in verschiedenen Programmiersprachen.

In meinem Paket war die Software allerdings nicht enthalten, sondern ich musste sie erst auf http://www.vellemanprojects.eu/support/downloads/?code=K8055N&lang=de herunterladen werden, wo man auch die Dokumentation findet. Für Linux findet man auf http://libk8055.sourceforge.net eine Bibliothek.

Auf http://jannicash.info/k8055/ findet man eine freie Variante der Firmware.

Demo

Nachfolgend ein kleines Video, um das Gerät in Aktion zu zeigen:

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