Linksys WRT54GL

In meinem Netz hatte ich schon länger einen Access-Point für WLAN-Nutzung in Betrieb – allerdings ein sehr billiges Exemplar, das sich nicht gerade durch besonders hohe Stabilität auszeichnete und dessen Web-Konfigurationsoberfläche mit Firefox nicht bedienbar war. Im März 2010 habe ich schließlich als Ablösung dafür einen Linksys WRT54GL angeschafft, der nebenbei auch noch den Switch abgelöst hat – so habe ich nur noch eines, statt zwei Geräten.

Eigentlich ist der WRT54GL ein vollwertiger WLAN-Router mit einem 4-Port-Switch – aber nachdem FLI4L sehr gut funktioniert und neben Routing auch noch andere Dienste wie Anrufbeantworter und Faxdienste bereitstellt, dient der WRT54GL einstweilen nur als komfortabler Switch und WLAN-Access-Point.

Nachfolgend der gesamte „Gerätepark“ auf einen Blick – die „Starterbox“ von Arcor mit DSL-Splitter und A/B-Wandler für’s Telefon, DSL-Modem, Linksys WRT54GL, Fritz!ISDN USB und der Thinclient für FLI4L:

WRT54GL

Der WRT54GL ist die aktuelle Version des WRT54G, der schon sehr lange auf dem Markt ist. Das Gerät basiert auf einem Prozessor von Broadcom, der mit 200 Mhz getaktet ist und verfügt über 4 MB Flash-ROM, sowie 16 MB RAM. Die beiden Antennen sind abnehmbar und verwenden TNC-Stecker. Eine Besonderheit an diesem Teil ist, dass die Firmware auf Linux basiert, quelloffen ist und damit auch die Entwicklung alternativer Varianten erlaubt – so gibt es mittlerweile eine große Auswahl, wie OpenWRT, DD-WRT, FreeWRT, HyperWRT, Tomato u.A.. Wer mit einem Lötkolben umgehen kann und den Verlust der Garantie nicht scheut, kann auch Hardware-Modifikationen, wie den internen Anschluss eines SD-Kartenlesers oder die Nutzung der intern vorhandenen, seriellen Schnittstelle vornehmen.

„Tomato“-Firmware

Nachdem ich mir einige Varianten angesehen und Berichte darüber gelesen habe, bin ich schließlich bei „Tomato“ geblieben (siehe auch http://www.polarcloud.com/tomato).

Tomato ist nicht so populär, wie DD-WRT oder OpenWRT, aber qualitativ keinesfalls schlechter – im Gegenteil: Tomato basiert auf der Original-Firmware von Linksys und bietet eine komplett überarbeitete Web-Oberfläche und deutlich erweiterte Funktionalität. So gibt es z.B. einen Telnet- und SSH-Server (natürlich abschaltbar) und eine Suche nach aktiven WLANs in der Umgebung, um einen freien Kanal für das eigene Netz zu finden. Der ungenutzte Platz im Flash-ROM kann auf Wunsch auch für eigene Daten oder Skripte genutzt werden. Neben der grundlegenden Funktionen eines WLAN-Routers findet man auch Erweiterungen wie die leichte Einbindung eigener Skripte, einen Scheduler auf Basis von cron für regelmäßig auszuführende Aufgaben, QoS oder die Aktualisierung der Systemzeit über einen NTP-Server.

Besonders gelungen finde ich die Web-Oberfläche – sie ist schlicht und übersichtlich und bietet dabei auch sehr ansprechende Funktionen, wie z.B. eine animierte Bandbreitenanzeige auf der Basis von SVG, die mit aktuellen Versionen von Firefox problemlos nutzbar ist.

Die folgenden Screenshots sind auch größer verfügbar – einfach anklicken:

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