Cherry eVolution STREAM XT

Vor dieser Tastatur hatte ich ein billiges Modell von Logitech im Einsatz, das zumindest technisch immer noch einwandfrei funktioniert – allerdings habe ich mich bei meiner Arbeit im Büro mittlerweile an eher flache Tastaturen gewöhnt, deren Tippgefühl ich deutlich angenehmer empfinde.

Nachdem ich auch viel schreibe, habe ich mich auch für den privaten Einsatz nach einem ähnlichen Modell umgesehen – so bin ich bei der nicht mehr ganz aktuellen „eVolution“-Serie von Cherry gelandet, konkret der „STREAM XT“ (G85-23100DE-0 mit deutscher Tastaturbelegung in hellgrau) für etwa 20 EUR.

Aktuellere Modelle, wie die „Strait“ sind zwar ebenfalls flach, aber mit harten Gehäusekanten und deutlich teurer. Das abgerundete Gehäuse der eVolution STREAM XT ist da wesentlich angenehmer. Auch entspricht die Tastenanordnung dem Standard, während man bei anderen Tastaturen aus Gründen der Platzersparnis oder wegen des Designs mit Änderungen oder fehlenden (weil vermeintlich selten benötigten) Tasten leben muss.

Cherry eVolution STREAM XT

Ein für mich weiterer Pluspunkt: Die Tastatur verwendet USB, kann aber mit dem mitgelieferten Adapter auch an einem PS/2-Anschluss betrieben werden – eine USB-Tastatur ist zwar an meinem PC grundsätzlich kein Problem, aber die Möglichkeit, den PC auch per Tastendruck einschalten zu können, ist nur mit PS/2-Tastaturen möglich.

Cherry eVolution STREAM XT Vorderseite

Trotz des flachen Aufbaus ist die Tastatur relativ schwer und liegt gut auf dem Tisch. Die ganze Konstruktion wirkt sehr robust und wird von nicht weniger als 23 Schrauben zusammengehalten.

Cherry eVolution STREAM XT Unterseite

Ebenfalls vorhanden sind zusätzliche Füße, um die Tastatur schräg zu stellen. Auch diese sind sehr stabil ausgeführt und rasten „knackig“ ein.

Das Tippgefühl ist sehr angenehm – ein klar definierter Anschlag und Tastenhub (dieser Text entsteht gerade auf dieser Tastatur). Die Tasten verkanten auch nicht, wenn man sie seitlich drückt. Die Geräuschentwicklung ist typisch für diese Ausführung sehr zurückhaltend. Zusätzlich findet man oberhalb der Reihe mit den Funktionstasten sechs „Multimedia“-Tasten für Lautstärkeregelung (lauter, leise, Ton an/aus) und Steuerung von Mediaplayern (vor, zurück, Pause/Wiedergabe), die auch ohne spezielle Treiber unter Windows und Linux benutzbar sind. Ich brauche diese Tasten zwar nicht unbedingt – aber durch ihre Anordnung stören sich auch nicht.

Nicht so gut gelungen sind Status-LEDs – sie sind ziemlich hell und strahlen gelblich aus einem kleinen Schlitz heraus, über den potentiell Staub und Feuchtigkeit in das Gehäuseinnere eindringen kann. Die Funktion ist dennoch gegeben, aber solche Details wirken einfach „billig“ und eher untypisch für Cherry.

Es muss sich zeigen, wie die Tastatur sich im Dauereinsatz bewährt – der Eindruck in den ersten Tagen ist jedenfalls sehr gut.

Update nach 11 Monaten

Mittlerweile (Juli 2012) nutze ich die Tastatur rund 11 Monate fast täglich – und sie funktioniert immer noch so gut wie am Anfang. Der einziger Nachteil: Man kann die Tastenkappen nicht entfernen, um sie leichter zu reinigen – aber das gilt für alle flachen Tastaturen dieser Art.

Weblinks

Produktinformationen beim Hersteller

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