Toaster-Wartung

Die meisten Toaster sind nicht gerade besondere High-Tech-Geräte – dennoch mag ich dieses Exemplar von Severin, was ich schon vor fast 20 Jahren gekauft habe, sehr gerne. Die Ausstattung ist typisch für ein einfaches Modell dieser Art: einstellbare Zeit und „Stop“-Taste um den Toastvorgang jederzeit abbrechen zu können. Zusätzlich ist ein ausklappbarer Brötchen-Halter vorhanden.

Nach vielen Jahren regelmäßiger Nutzung gibt es aber auch ein paar Probleme: die „Stop“-Taste funktioniert nicht mehr und die Mechanik ist schwergängig geworden, so dass man am Ende des Toastvorgangs den Schieber von Hand nach oben drücken muss, weil er von alleine nicht mehr ganz nach oben kommt. Ansonsten funktioniert das Gerät aber noch einwandfrei und es wäre schade, es wegzuwerfen, wenn sich die Probleme durch eine Wartung beheben lassen.

Sowas ist ein klassischer Fall für ein Repair-Café – aber in diesem Fall konnte ich mir selber helfen, nachdem ich mit Elektronik und Elektrik kein Problem habe und ich auch Werkzeug für die „Spezial-Schrauben“ existiert, mit denen die Bodenplatte befestigt ist.

WARNUNG: die hier beschriebene Reparatur erfolgt auf eigene Gefahr! Ich übernehme keine Haftung für Schäden! Wer sich mit Elektrik nicht auskennt, sollte die Finger davon lassen!

Defekte „Stop“-Taste

Für die „Stop“-Taste wird ein simpler „Knackfrosch“-Schalter verwendet. Das ist eine leicht gebogene Blechscheibe, die beim Drücken der Taste flachgedrückt wird und zwei Leiterbahnen miteinander verbindet.

Rein mechanisch hat das auch noch funktioniert, allerdings wurde die elektrische Verbindung nicht mehr hergestellt. Die Lösung war einfach – die Blechscheibe und Leiterbahnen gründlich reinigen. Dafür war ein Radiergummi sehr hilfreich.

Schwergängige Mechanik

Die Mechanik, mit der die Toastscheiben in das Gerät abgesenkt werden und die am Ende des Toastvorgangs wieder nach oben springt, wird auf einer senkrechten Metallstange geführt. Diese Stange wurde vom Hersteller mit einer Schmierung versehen. Nach so langer Zeit hat sich die Schmierung aber in eine gummiartige, klebrige Substanz verwandelt, weshalb die Beweglichkeit schon stark eingeschränkt war.

Die Lösung war auch hier eine gründliche Reinigung. Mit etwas WD40 und einigen Blättern von der Küchenrolle habe ich ale klebrigen Rückstände so gut wie möglich entfernt. Danach funktionierte der Toaster wieder so gut wie im Neuzustand und man muss nicht mehr den Hebel nach oben drücken, um an die fertigen Toastscheiben heranzukommen :-).

Fazit

Rein finanziell „lohnt“ sich so eine Reparatur nicht. Aber darum ging es auch nicht. Ich mag den Toaster wegen seiner Form und dem Metallgehäuse und möchte ihn gerne noch eine Weile benutzen. Nebenbei lernt man dabei etwas über den Aufbau von Haushaltsgeräten

Ein Gedanke zu „Toaster-Wartung“

  1. haeckle

    Top! Sowas von Anderen zu lesen motiviert nochmal zusätzlich zum selber Reparieren.

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