Thema: Computer

Software, Hardware & Hacks

„Retro“ High End

Kürzlich hat mir ein Freund einen gebrauchten Intel Xeon E5-1650 v2 geschenkt, den er selbst nicht mehr braucht. Laut der Daten von Intel wurde dieses Modell bereits im dritten Quartal 2013 auf den Markt gebracht und ist damit im August 2020 knapp 7 Jahre alt.

Der Begriff „Retro“ ist vielleicht etwas übertrieben – aber die Frage ist durchaus berechtigt, ob die Verwendung eines so alten Prozessors im Jahr 2020 noch sinnvoll ist. Aktuelle Modelle bieten mehr Leistung und das in der Regel auch mit geringerer Leistungsaufnahme. Hinzu kommt, dass aktuelle RAM-Module mit DDR4 einen höheren Durchsatz bieten.

Andererseits basiert mein privater PC weitgehend immer noch auf der Hardware mit einem Xeon E3, die ich bereits 2014 gekauft habe und die mit SSDs als Massenspeicher und einer zwischendurch erneuerten Grafikarte auch an einem 4K-Bildschirm immer noch sehr gut benutzbar ist. Der Wechsel auf den Xeon E5 wäre eine einfach machbare Verbesserung, da ich dafür nur das Mainboard und CPU-Kühler austauschen muss. Die RAM-Module kann ich unverändert weiter nutzen.

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Notlösung bei Ausfall von VDSL

Seit ich VDSL bei der Telekom habe (anfangs VDSL50, später VDSL100) gab es nur einen größeren Ausfall in über drei Jahren. Heute ist nun der zweite Ausfall aufgetreten.

Das ist nicht schön, aber dank Smartphone mit LTE ist eine Notlösung über die Fritz!Box 7590 möglich – einfach das Smartphone als WLAN-Hotspot in der Fritz!Box nutzen:

Festnetz-Telefonie oder Fax ist damit zwar nicht möglich und man muss etwas auf das Datenvolumen achten, besonders wenn das mit mehreren Computer gleichzeitig genutzt wird, aber als Notlösung ist das durchaus brauchbar. Lieber 30 MBit/s mit 100 ms Ping-Zeiten als gar kein Netz.

Den Fehler habe ich heute morgen telefonisch bei der Hotline gemeldet und die Ursache wurde heute am späteren Nachmittag behoben: als der Anschluß ursprünglich geschaltet wurde, hat man nicht korrekt eingetragen, welches Kabelpaar dazu gehört. Nun wurde ein weiterer Anschluß geschaltet und mein Kabelpaar kurzerhand vom Port abgeklemmt, weil man der Ansicht war, dass dieses Kabelpaar nicht benutzt wird. Der Techniker von der Telekom hat das Kabelpaar wieder angeschlossen und zugesichert, dass die Angaben in der Datenbank der Telekom korrigiert werden, damit das nicht wieder passiert.

Auch wenn jeder Ausfall ärgerlich ist – die Reaktionszeit zur Behebung war weniger  als 7 Stunden, was für einen Privatkundenanschluß absolut in Ordnung ist.

Nextcloud Talk: „High Performance Backend“ jetzt Open Source

Nextcloud Talk ist eine Erweiterung für Nextcloud, die neben Chat auch Videokonferenzen ermöglicht. Dazu genügt ein aktueller Browser und eine Webcam. Alternativ kann man auch eine App für Android oder iOS verwenden.

Mit wenigen gleichzeitigen Verbindungen funktioniert das meistens auch ganz brauchbar, wenn man einige Punkte beachtet, wie z.B. die Nutzung eines Servers für STUN/TURN wie etwa coturn (dazu werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben).

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Nextcloud und Netdata mit mehr Metriken

Vor einiger Zeit habe ich über ein Plugin für Netdata berichtet, was ich für meinen Nextcloud-Server erstellt hatte.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Metriken – vielen Dank!

Die Quellen und Dokumentation sind weiterhin auf Github zu finden.

Hinweis: wer das Plugin bereits nutzt, muss beachten, dass in der Konfiguration nun nur noch die Basis-URL des Servers angegeben wird und nicht mehr die vollständige URL zum Monitoring-API.

USB 3.0 im Jahr 2020

Im Jahr 2011 habe ich zum ersten Mal über USB 3.0 geschrieben. Ein paar Jahre später dann noch einmal (USB 3.0 heute). Mittlerweile ist es 2020 und es gibt eine aktuelle Messung eines SanDisk Extreme Pro mit 128 GB. Im Sinne der Vergleichbarkeit auch wieder mit „HD Tune“, diesmal aber unter Windows 10.

Die für den Test verwendete Hardware ist immer noch dasselbe Mainboard, was ich seit 2014 verwende.

Rückblickend die Werte früherer Tests, welche die eindrucksvolle Entwicklung über etwa 20 Jahre zeigen:

Speichermedium Lesegeschwindigkeit
M-Sys DiskOnKey 128 MB (USB 1.1) 0,9 MB/s
Sony 8 GB (USB 2.0) 15,2 MB/s
Verbatim Store N Go 16 GB (USB 3.0) 122,4 MB/s
SanDisk Extreme Pro 128 GB (USB 3.0) 209,6 MB/s

Spamfilter und DKIM mit rspamd

Kürzlich war eine größere Aktualisierung der Serverumgebung nötig, auf der ich auch einen Mailserver betreibe. Ich habe das zum Anlass genommen, rspamd als Alternative zur Kombination aus SpamAssassin und amavisd-new anzusehen und kann das uneingeschränkt empfehlen.

Wesentliche Eigenschaften von rspamd:

  • Web-Oberfläche für Status-Informationen und einfache Anpassung der Konfiguration.
  • Bis zu 10× schneller als SpamAssassin (siehe auch die Erläuterungen dazu bei rspamd).
  • Direkte Einbindung als milter in Postfix, wodurch E-Mails bereits während der Zustellung geprüft und auch ggf. aktiv abgelehnt oder durch Greylisting verzögert werden können.
  • Optional Erzeugung von DKIM-Signaturen für ausgehende E-Mails.

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Nextcloud und Netdata

Ich nutze auf meinen Servern schon länger Netdata zur Überwachung zahlreicher Systemparameter. Was dort bisher gefehlt hat, war Nextcloud. Diese Lücke habe ich mit einem Plugin für Netdata gefüllt. Das Plugin nutzt die API, die von der „Monitoring“-App bereitgestellt wird, um in Netdata die Zahl der aktiven Nutzer/innen anzuzeigen.

Die Quellen und Beschreibung findet man bei Github.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Angaben zu erweitern.