Thema: Computer

Software, Hardware & Hacks

USB 3.0 im Jahr 2020

Im Jahr 2011 habe ich zum ersten Mal über USB 3.0 geschrieben. Ein paar Jahre später dann noch einmal (USB 3.0 heute). Mittlerweile ist es 2020 und es gibt eine aktuelle Messung eines SanDisk Extreme Pro mit 128 GB. Im Sinne der Vergleichbarkeit auch wieder mit „HD Tune“, diesmal aber unter Windows 10.

Die für den Test verwendete Hardware ist immer noch dasselbe Mainboard, was ich seit 2014 verwende.

Rückblickend die Werte früherer Tests, welche die eindrucksvolle Entwicklung über etwa 20 Jahre zeigen:

Speichermedium Lesegeschwindigkeit
M-Sys DiskOnKey 128 MB (USB 1.1) 0,9 MB/s
Sony 8 GB (USB 2.0) 15,2 MB/s
Verbatim Store N Go 16 GB (USB 3.0) 122,4 MB/s
SanDisk Extreme Pro 128 GB (USB 3.0) 209,6 MB/s

Spamfilter und DKIM mit rspamd

Kürzlich war eine größere Aktualisierung der Serverumgebung nötig, auf der ich auch einen Mailserver betreibe. Ich habe das zum Anlass genommen, rspamd als Alternative zur Kombination aus SpamAssassin und amavisd-new anzusehen und kann das uneingeschränkt empfehlen.

Wesentliche Eigenschaften von rspamd:

  • Web-Oberfläche für Status-Informationen und einfache Anpassung der Konfiguration.
  • Bis zu 10× schneller als SpamAssassin (siehe auch die Erläuterungen dazu bei rspamd).
  • Direkte Einbindung als milter in Postfix, wodurch E-Mails bereits während der Zustellung geprüft und auch ggf. aktiv abgelehnt oder durch Greylisting verzögert werden können.
  • Optional Erzeugung von DKIM-Signaturen für ausgehende E-Mails.

Weiterlesen

Nextcloud und Netdata

Ich nutze auf meinen Servern schon länger Netdata zur Überwachung zahlreicher Systemparameter. Was dort bisher gefehlt hat, war Nextcloud. Diese Lücke habe ich mit einem Plugin für Netdata gefüllt. Das Plugin nutzt die API, die von der „Monitoring“-App bereitgestellt wird, um in Netdata die Zahl der aktiven Nutzer/innen anzuzeigen.

Die Quellen und Beschreibung findet man bei Github.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Angaben zu erweitern.

Nextcloud und OnlyOffice in Android

Wie bei OnlyOffice berichtet, kann man jetzt auch OnlyOffice in Android mit Nextcloud nutzen, wobei man dafür keine separate App für Android braucht – die aktuelle Nextcloud-App für Android genügt, wenn man auf dem Server mindestens Nextcloud 18 und die aktuellste OnlyOffice-Integration für Nextcloud (4.1 oder neuer) installiert hat.

Die Bearbeitung erfolgt dann wie bei OnlyOffice im Browser kollaborativ – alle Änderungen werden direkt zum Server gesendet und wenn andere Nutzer zur gleichen Zeit ebenfalls eine Datei bearbeiten, sieht man deren Änderungen auch sofort.

Dabei ist allerdings ein Punkt zu beachten:

Wenn die Datei noch nicht heruntergeladen wurde (kein grüner Haken), führt das antippen des Dateinamens zum Öffnen in OnlyOffice. Ist die Datei bereits auf dem Gerät vorhanden (grüner Haken), wird sie beim antippen direkt geöffnet – d.h. wenn eine Office-App installiert ist, wird diese zur Anzeige oder Bearbeitung der Datei verwendet.

Zusätzlich kann man aber auch das Kontextmenü verwenden, das sich beim Antippen der drei Punkte ganz rechts öffnet und daraus den Punkt „Edit“ bzw. „Bearbeiten“ verwenden. Dann wird die Datei immer mit OnlyOffice geöffnet.

Update 2020-03-09

In der kostenlosen Open Source Version stehen keine Bearbeitungsfunktionen mehr zur Verfügung – weder in der App noch im Browser. Wer dies benötigt, muss eine der kostenpflichtigen Pakete der „Integration Edition“ kaufen (aktuell ab 935 EUR einmalig pro Server für maximal 50 gleichzeitige Verbindungen).

Update 2020-03-20

Nachdem ich einen Feature Request eingebracht habe, um die mobile Bearbeitung wieder zurückzubringen oder zumindest eine günstigere Lizenz dafür, hat sich Ascensio dazu entschlossen, eine günstigere „Home“-Lizenz für 99 USD anzubieten. Siehe auch den Kommentar dazu bei Github.

Update 2020-09-02

Die kostenlose Android-Version von OnlyOffice unterstützt schon länger auch Nextcloud zum öffnen und speichern von Dokumenten und ist in der Bedienung angenehmer als die mobile Variante im Browser. Die einzige Einschränkung hier ist, dass es hier keine kollaborativen Funktionen gibt.

Neues Jahr, neue illegale Kopie von Periodical

Neues Jahr, neue Schnorrer, die glauben, sie können mit meiner Arbeit leicht Geld verdienen. Mal wieder eine illegale Kopie von Periodical mit reichlich Werbung, veröffentlicht unter https://play.google.com/store/apps/details?id=com.boom.peri (Stand 11. Februar 2020. Falls diese URL nicht mehr verfügbar ist, wurde sie bereits gelöscht):

Wie üblich sind keine Quelltexte dazu verfügbar und auch jegliche Hinweise auf die Open Source-Quelle wurden entfernt.

Update 2020-03-25

Mittlerweile hat Google auf meinen Hinweis reagiert und die App gelöscht :-).

Renoise in 4K

Vor vielen Jahren habe ich Renoise entdeckt – ein sogenannter „Tracker“, um Musik am Computer zu machen. Zwar habe ich mich damit in den letzten Jahren nicht besonders beschäftigt, aber ich habe eine nach wie vor gültige Lizenz und neulich mal nachgesehen, ob das Projekt noch existiert.

Tatsächlich ist Renoise auch nach fast 20 Jahren noch aktiv und bietet seit Version 3.2 auch die Unterstützung der nativen Auflösung und Skalierung in 4K:

Bitte hört auf, für PGP zu werben

Lange Zeit habe ich selbst auch PGP für E-Mail genutzt, mittlerweile aber nicht mehr. Verschlüsselte Kommunikation funktioniert besser über Lösungen wie Signal.

Florian Berger hat dazu einen recht passenden Artikel geschrieben:

https://florian-berger.de/de/texte/bitte-hoert-auf-fuer-pgp-zu-werben/

Es gibt auch einen lesenswerten, englischsprachigen Artikel, der das generelle Problem von E-Mail-Verschlüsselung veranschaulicht:

Stop Using Encrypted Email