Thema: Computer

Software, Hardware & Hacks

Notlösung bei Ausfall von VDSL

Seit ich VDSL bei der Telekom habe (anfangs VDSL50, später VDSL100) gab es nur einen größeren Ausfall in über drei Jahren. Heute ist nun der zweite Ausfall aufgetreten.

Das ist nicht schön, aber dank Smartphone mit LTE ist eine Notlösung über die Fritz!Box 7590 möglich – einfach das Smartphone als WLAN-Hotspot in der Fritz!Box nutzen:

Festnetz-Telefonie oder Fax ist damit zwar nicht möglich und man muss etwas auf das Datenvolumen achten, besonders wenn das mit mehreren Computer gleichzeitig genutzt wird, aber als Notlösung ist das durchaus brauchbar. Lieber 30 MBit/s mit 100 ms Ping-Zeiten als gar kein Netz.

Den Fehler habe ich heute morgen telefonisch bei der Hotline gemeldet und die Ursache wurde heute am späteren Nachmittag behoben: als der Anschluß ursprünglich geschaltet wurde, hat man nicht korrekt eingetragen, welches Kabelpaar dazu gehört. Nun wurde ein weiterer Anschluß geschaltet und mein Kabelpaar kurzerhand vom Port abgeklemmt, weil man der Ansicht war, dass dieses Kabelpaar nicht benutzt wird. Der Techniker von der Telekom hat das Kabelpaar wieder angeschlossen und zugesichert, dass die Angaben in der Datenbank der Telekom korrigiert werden, damit das nicht wieder passiert.

Auch wenn jeder Ausfall ärgerlich ist – die Reaktionszeit zur Behebung war weniger  als 7 Stunden, was für einen Privatkundenanschluß absolut in Ordnung ist.

Nextcloud Talk: „High Performance Backend“ jetzt Open Source

Nextcloud Talk ist eine Erweiterung für Nextcloud, die neben Chat auch Videokonferenzen ermöglicht. Dazu genügt ein aktueller Browser und eine Webcam. Alternativ kann man auch eine App für Android oder iOS verwenden.

Mit wenigen gleichzeitigen Verbindungen funktioniert das meistens auch ganz brauchbar, wenn man einige Punkte beachtet, wie z.B. die Nutzung eines Servers für STUN/TURN wie etwa coturn (dazu werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben).

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USB 3.0 im Jahr 2020

Im Jahr 2011 habe ich zum ersten Mal über USB 3.0 geschrieben. Ein paar Jahre später dann noch einmal (USB 3.0 heute). Mittlerweile ist es 2020 und es gibt eine aktuelle Messung eines SanDisk Extreme Pro mit 128 GB. Im Sinne der Vergleichbarkeit auch wieder mit „HD Tune“, diesmal aber unter Windows 10.

Die für den Test verwendete Hardware ist immer noch dasselbe Mainboard, was ich seit 2014 verwende.

Rückblickend die Werte früherer Tests, welche die eindrucksvolle Entwicklung über etwa 20 Jahre zeigen:

Speichermedium Lesegeschwindigkeit
M-Sys DiskOnKey 128 MB (USB 1.1) 0,9 MB/s
Sony 8 GB (USB 2.0) 15,2 MB/s
Verbatim Store N Go 16 GB (USB 3.0) 122,4 MB/s
SanDisk Extreme Pro 128 GB (USB 3.0) 209,6 MB/s

Spamfilter und DKIM mit rspamd

Kürzlich war eine größere Aktualisierung der Serverumgebung nötig, auf der ich auch einen Mailserver betreibe. Ich habe das zum Anlass genommen, rspamd als Alternative zur Kombination aus SpamAssassin und amavisd-new anzusehen und kann das uneingeschränkt empfehlen.

Wesentliche Eigenschaften von rspamd:

  • Web-Oberfläche für Status-Informationen und einfache Anpassung der Konfiguration.
  • Bis zu 10× schneller als SpamAssassin (siehe auch die Erläuterungen dazu bei rspamd).
  • Direkte Einbindung als milter in Postfix, wodurch E-Mails bereits während der Zustellung geprüft und auch ggf. aktiv abgelehnt oder durch Greylisting verzögert werden können.
  • Optional Erzeugung von DKIM-Signaturen für ausgehende E-Mails.

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Nextcloud und Netdata

Ich nutze auf meinen Servern schon länger Netdata zur Überwachung zahlreicher Systemparameter. Was dort bisher gefehlt hat, war Nextcloud. Diese Lücke habe ich mit einem Plugin für Netdata gefüllt. Das Plugin nutzt die API, die von der „Monitoring“-App bereitgestellt wird, um in Netdata die Zahl der aktiven Nutzer/innen anzuzeigen.

Die Quellen und Beschreibung findet man bei Github.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Angaben zu erweitern.

Nextcloud und OnlyOffice in Android

Wie bei OnlyOffice berichtet, kann man jetzt auch OnlyOffice in Android mit Nextcloud nutzen, wobei man dafür keine separate App für Android braucht – die aktuelle Nextcloud-App für Android genügt, wenn man auf dem Server mindestens Nextcloud 18 und die aktuellste OnlyOffice-Integration für Nextcloud (4.1 oder neuer) installiert hat.

Die Bearbeitung erfolgt dann wie bei OnlyOffice im Browser kollaborativ – alle Änderungen werden direkt zum Server gesendet und wenn andere Nutzer zur gleichen Zeit ebenfalls eine Datei bearbeiten, sieht man deren Änderungen auch sofort.

Dabei ist allerdings ein Punkt zu beachten:

Wenn die Datei noch nicht heruntergeladen wurde (kein grüner Haken), führt das antippen des Dateinamens zum Öffnen in OnlyOffice. Ist die Datei bereits auf dem Gerät vorhanden (grüner Haken), wird sie beim antippen direkt geöffnet – d.h. wenn eine Office-App installiert ist, wird diese zur Anzeige oder Bearbeitung der Datei verwendet.

Zusätzlich kann man aber auch das Kontextmenü verwenden, das sich beim Antippen der drei Punkte ganz rechts öffnet und daraus den Punkt „Edit“ bzw. „Bearbeiten“ verwenden. Dann wird die Datei immer mit OnlyOffice geöffnet.

Update 2020-03-09

In der kostenlosen Open Source Version stehen keine Bearbeitungsfunktionen mehr zur Verfügung – weder in der App noch im Browser. Wer dies benötigt, muss eine der kostenpflichtigen Pakete der „Integration Edition“ kaufen (aktuell ab 935 EUR einmalig pro Server für maximal 50 gleichzeitige Verbindungen).

Update 2020-03-20

Nachdem ich einen Feature Request eingebracht habe, um die mobile Bearbeitung wieder zurückzubringen oder zumindest eine günstigere Lizenz dafür, hat sich Ascensio dazu entschlossen, eine günstigere „Home“-Lizenz für 99 USD anzubieten. Siehe auch den Kommentar dazu bei Github.

Neues Jahr, neue illegale Kopie von Periodical

Neues Jahr, neue Schnorrer, die glauben, sie können mit meiner Arbeit leicht Geld verdienen. Mal wieder eine illegale Kopie von Periodical mit reichlich Werbung, veröffentlicht unter https://play.google.com/store/apps/details?id=com.boom.peri (Stand 11. Februar 2020. Falls diese URL nicht mehr verfügbar ist, wurde sie bereits gelöscht):

Wie üblich sind keine Quelltexte dazu verfügbar und auch jegliche Hinweise auf die Open Source-Quelle wurden entfernt.

Update 2020-03-25

Mittlerweile hat Google auf meinen Hinweis reagiert und die App gelöscht :-).