Thema: Computer

Software, Hardware & Hacks

Netzsperren durch die CUII

Rechteinhaber konnten bisher schon Urheberrechtsverletzungen anzeigen und eine Sperre auf juristischem Weg durchsetzen. Wenn die Quelle der Urheberrechtsverletzung selbst nicht abschaltbar war, wurde dies ggf. mit Netzsperren erreicht – wenn ein Gerichtsbeschluss dazu vorliegt, können Internetprovider den Zugang zu beanstandeten Websites sperren. Technisch wurde dies meist so gelöst, dass die DNS-Einträge der Domain in den Servern der Internetprovider entsprechend abgeändert wurden, so dass man statt der echten Website auf einer Hinweisseite landet, die auf die Netzsperre hinweist.

Das ist in Deutschland nicht mehr so. Statt den Weg einer Klage vor einem Gericht zu gehen, können Rechteinhaber jetzt die vom Verein „Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V.“ betriebene „Clearingstelle Urheberrecht im Internet“ (CUII) mit der Prüfung beauftragen – siehe auch die Information der CUII dazu sowie das Impressum der CUII. Diese teilt dann ihren Mitgliedern mit, wenn eine Sperre erfolgen soll. Das wiederum erfolgt dann wie gehabt durch modifizierte DNS-Einträge.

Siehe dazu auch die Meldungen beim Verfassungsblog, Golem und heise und das Video dazu von Christian Solmecke:

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Digitalkameras und Smartphone als Webcam

Videkonferenzen gehören bei vielen Menschen mittlerweile zum Alltag und im zurückliegenden ersten Jahr Pandemie ist deshalb eine Art von Gerät in den Mittelpunkt gerückt, dass davor kaum benötigt wurde: Webcams.

Dabei ist aufgefallen, dass einerseits die Preise selbst für einfache Modelle zeitweise extrem angestiegen sind und andererseits viele Webcams auch im Jahr 2020 kaum besser sind als die Modelle 5-10 Jahre zuvor. Die Logitech C920 gilt immer noch als brauchbare Lösung mit FullHD-Auflösung, obwohl sie bereits im Jahr 2012 auf den Markt gekommen ist und technisch rund 8 Jahre alt.

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Adieu WhatsApp

WhatsApp hat seine AGB geändert – künftig werden noch mehr Nutzerdaten mit dem Mutterkonzern Facebook geteilt. Dieser Änderung muss man entweder bis zum 8. Februar 2021 zustimmen oder kann WhatsApp danach nicht mehr benutzen. Siehe auch: Golem, heise, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung

Vielen Nutzer:innen wurde durch diese Änderung erstmals bewusst, welche Konsequenzen es hat, dass WhatsApp ein Teil von Facebook ist. Es wäre naiv zu glauben, dass Facebook WhatsApp gekauft hat, ohne das langfristig zum eigenen Vorteil zu nutzen.

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Nextcloud Talk mit coturn und eigenem Signaling-Server (High Performance Backend)

Mit der „Talk“-App unterstützt Nextcloud auch Videokonferenzen. Dafür wird mindestens STUN (Session Traversal Utilities for NAT) und TURN (Traversal Using Relay NAT) benötigt, um die Kommunikation zwischen den Teilnehmern hinter NAT-Routern zu ermöglichen. Die übliche Lösung unter Linux ist dafür coturn.

Mit coturn funktioniert Talk in der Regel schon ganz gut, wenn sich nicht mehr als 4-5 Teilnehmer in einer Sitzung befinden. Allerdings erfolgt die Verbindung der Clients dann direkt untereinander ohne einen zentralen Server für den Austausch von Audio- und Video. Bei mehr als 5 Clients steigt Aufwand für die Kommunikation überproportional und ist irgendwann gar nicht mehr möglich, weshalb Nextcloud Talk auch warnt, wenn mehr als 5 Clients verbunden sind.

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Probleme mit „HD-Telefonie“

Seit ich einige Jahren nutze ich für meine Festnetz-Telefone nicht mehr ISDN, sondern IP-Telefonie über einen Zugang der Telekom, aktuell mit einer Fritz!Box 7590. Bislang war das auch weitgehend problemlos.

Nun gab es aber bei zwei Gesprächspartnern in Mobilfunknetzen Probleme: die Gesprächsverbindung wurde aufgebaut, aber das Gespräch selbst kam bei der mobilen Gegenstelle nur „zerhackt“ an. Nachdem ich die Personen direkt danach von meinem Smartphone aus angerufen hatte, gab es aber keine Störungen mehr, so dass es wohl an der Verbindung vom Festnetz in das jeweilige Mobilfunknetz lag.

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OnlyOffice in Nextcloud – eine Bestandsaufnahme

Kürzlich hatte ich übereilt darüber berichtet, dass OnlyOffice in Nextcloud generell nicht mehr richtig funktionieren würde.

Das ist so pauschal allerdings nicht richtig und ich habe an einigen Punkten voreilige Schlüsse gezogen. Ascensio System hat sich auch bei mir gemeldet und alles unternommen, um mir bei meinen Problemen zu helfen – Danke!

Den ursprünglichen Beitrag habe ich entfernt, da er von falschen Voraussetzungen ausging.

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„Retro“ High End

Kürzlich hat mir ein Freund einen gebrauchten Intel Xeon E5-1650 v2 geschenkt, den er selbst nicht mehr braucht. Laut der Daten von Intel wurde dieses Modell bereits im dritten Quartal 2013 auf den Markt gebracht und ist damit im August 2020 knapp 7 Jahre alt.

Der Begriff „Retro“ ist vielleicht etwas übertrieben – aber die Frage ist durchaus berechtigt, ob die Verwendung eines so alten Prozessors im Jahr 2020 noch sinnvoll ist. Aktuelle Modelle bieten mehr Leistung und das in der Regel auch mit geringerer Leistungsaufnahme. Hinzu kommt, dass aktuelle RAM-Module mit DDR4 einen höheren Durchsatz bieten.

Andererseits basiert mein privater PC weitgehend immer noch auf der Hardware mit einem Xeon E3, die ich bereits 2014 gekauft habe und die mit SSDs als Massenspeicher und einer zwischendurch erneuerten Grafikarte auch an einem 4K-Bildschirm immer noch sehr gut benutzbar ist. Der Wechsel auf den Xeon E5 wäre eine einfach machbare Verbesserung, da ich dafür nur das Mainboard und CPU-Kühler austauschen muss. Die RAM-Module kann ich unverändert weiter nutzen.

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