Thema: Computer

Software, Hardware & Hacks

Schnelle SSD mit NVMe

NVMe ist die Abkürzung für „Non Volatile Memory Express“ und bezeichnet einen Standard für die Anbindung von SSDs über PCI Express. Bei SATA ist die Geschwindigkeit auf 600 MB/s begrenzt. Zudem wurde das bei SATA verwendete AHCI (Advanced Host Controller Interface) primär für Festplatten entwickelt und begrenzt die möglichen I/O-Operationen pro Sekunde (IOPS). Mit NVMe wurde beides verbessert – PCI Express ermöglicht deutlich höhere Übertragungsraten von bis zu 32 GBit/s bzw. 4 GB/s über PCIe 4x und mehr als 500000 IOPS.

Nachdem eine der SSDs in meinen „Retro-PC“ angefangen hatte, Prüfsummenfehler zu melden, habe ich Anfang 2021 als Austausch ein NVMe-Laufwerk mit einer PCIe-Adapterkarte für M.2 eingebaut.

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A propos – zu USB-Controllern

Mein PC steckt in einem Tower-Gehäuse von Chieftec. Dieses Gehäuse bietet u.A. auch externe Anschlüsse für USB 3. Intern werden diese Anschlüsse mit einem Pfostenstecker mit dem Mainboard verbunden.

Allerdings habe ich auch einen internen Speicherkartenleser von Chieftec eingebaut, der ebenfalls USB 3 verwendet und einen 4×-USB-Hub bietet. Damit ist der einzige interne USB 3-Anschluss auf dem Mainboard belegt. Um auch die externen USB-Anschlüsse nutzen zu können, habe ich mir einen zusätzlichen Controller für PCI-Express gekauft, der zwei USB-Anschlüsse extern und zwei weitere Anschlüsse intern bietet. Darüber können auch die Anschlüss im Gehäuse versorgt werden.

Soweit so gut – allerdings zeigte sich ein seltsamer Effekt, als ich ein Velleman K8055N über die externen Anschlüsse betreiben wollte: sobald in der Software die Verbindung aufgebaut wurde, hat sich die Software aufgehängt. An den Anschlüssen des Mainboard selbst ist dieser Effekt nicht aufgetreten. Auch die USB-Anschlüsse des Speicherkartenlesers waren kein Problem.

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Signal will „Mobile Coin“ integrieren

Bereits 2019 habe ich für die Nutzung von Signal geworben und hatte mich gefreut, dass bei der Ankündigung der AGB-Änderung von WhatsApp Anfang 2021 viele meiner Kontakte ebenfalls zu Signal gewechselt sind.

Nun hat Signal sich vor kurzem entschlossen, eine Integration für die Krypto-Währung „Mobile Coin“ anzubieten. Moxie Marlinspike ist von Anfang an als bezahlter Berater für Mobile Coin tätig, weshalb dieser Schritt nicht so überraschend ist. Dennoch halte ich das für sehr fragwürdig und bin mit dieser Auffassung auch nicht allein.

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Netzsperren durch die CUII

Rechteinhaber konnten bisher schon Urheberrechtsverletzungen anzeigen und eine Sperre auf juristischem Weg durchsetzen. Wenn die Quelle der Urheberrechtsverletzung selbst nicht abschaltbar war, wurde dies ggf. mit Netzsperren erreicht – wenn ein Gerichtsbeschluss dazu vorliegt, können Internetprovider den Zugang zu beanstandeten Websites sperren. Technisch wurde dies meist so gelöst, dass die DNS-Einträge der Domain in den Servern der Internetprovider entsprechend abgeändert wurden, so dass man statt der echten Website auf einer Hinweisseite landet, die auf die Netzsperre hinweist.

Das ist in Deutschland nicht mehr so. Statt den Weg einer Klage vor einem Gericht zu gehen, können Rechteinhaber jetzt die vom Verein „Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V.“ betriebene „Clearingstelle Urheberrecht im Internet“ (CUII) mit der Prüfung beauftragen – siehe auch die Information der CUII dazu sowie das Impressum der CUII. Diese teilt dann ihren Mitgliedern mit, wenn eine Sperre erfolgen soll. Das wiederum erfolgt dann wie gehabt durch modifizierte DNS-Einträge.

Siehe dazu auch die Meldungen beim Verfassungsblog, Golem und heise und das Video dazu von Christian Solmecke:

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Digitalkameras und Smartphone als Webcam

Videkonferenzen gehören bei vielen Menschen mittlerweile zum Alltag und im zurückliegenden ersten Jahr Pandemie ist deshalb eine Art von Gerät in den Mittelpunkt gerückt, dass davor kaum benötigt wurde: Webcams.

Dabei ist aufgefallen, dass einerseits die Preise selbst für einfache Modelle zeitweise extrem angestiegen sind und andererseits viele Webcams auch im Jahr 2020 kaum besser sind als die Modelle 5-10 Jahre zuvor. Die Logitech C920 gilt immer noch als brauchbare Lösung mit FullHD-Auflösung, obwohl sie bereits im Jahr 2012 auf den Markt gekommen ist und technisch rund 8 Jahre alt.

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Adieu WhatsApp

WhatsApp hat seine AGB geändert – künftig werden noch mehr Nutzerdaten mit dem Mutterkonzern Facebook geteilt. Dieser Änderung muss man entweder bis zum 8. Februar 2021 zustimmen oder kann WhatsApp danach nicht mehr benutzen. Siehe auch: Golem, heise, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung

Vielen Nutzer:innen wurde durch diese Änderung erstmals bewusst, welche Konsequenzen es hat, dass WhatsApp ein Teil von Facebook ist. Es wäre naiv zu glauben, dass Facebook WhatsApp gekauft hat, ohne das langfristig zum eigenen Vorteil zu nutzen.

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Nextcloud Talk mit coturn und eigenem Signaling-Server (High Performance Backend)

Mit der „Talk“-App unterstützt Nextcloud auch Videokonferenzen. Dafür wird mindestens STUN (Session Traversal Utilities for NAT) und TURN (Traversal Using Relay NAT) benötigt, um die Kommunikation zwischen den Teilnehmern hinter NAT-Routern zu ermöglichen. Die übliche Lösung unter Linux ist dafür coturn.

Mit coturn funktioniert Talk in der Regel schon ganz gut, wenn sich nicht mehr als 4-5 Teilnehmer in einer Sitzung befinden. Allerdings erfolgt die Verbindung der Clients dann direkt untereinander ohne einen zentralen Server für den Austausch von Audio- und Video. Bei mehr als 5 Clients steigt Aufwand für die Kommunikation überproportional und ist irgendwann gar nicht mehr möglich, weshalb Nextcloud Talk auch warnt, wenn mehr als 5 Clients verbunden sind.

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Probleme mit „HD-Telefonie“

Seit ich einige Jahren nutze ich für meine Festnetz-Telefone nicht mehr ISDN, sondern IP-Telefonie über einen Zugang der Telekom, aktuell mit einer Fritz!Box 7590. Bislang war das auch weitgehend problemlos.

Nun gab es aber bei zwei Gesprächspartnern in Mobilfunknetzen Probleme: die Gesprächsverbindung wurde aufgebaut, aber das Gespräch selbst kam bei der mobilen Gegenstelle nur „zerhackt“ an. Nachdem ich die Personen direkt danach von meinem Smartphone aus angerufen hatte, gab es aber keine Störungen mehr, so dass es wohl an der Verbindung vom Festnetz in das jeweilige Mobilfunknetz lag.

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