Thema: Computer

Software, Hardware & Hacks

Technik für Helikoptereltern

Das Thema „SmartHome“ treibt mitunter seltsame Blüten. Es gibt Sensoren, mit denen man erkennen kann, ob ein Fenster oder eine Tür geöffnet werden. Gedacht ist das z.B. für Alarmanlagen. Die Firma Telekom hat sich noch eine weitere Funktion dafür ausgedacht: Helikoptereltern können sich per Nachricht auf ihr Smartphone informieren lassen, wenn ein Schrank in der Küche geöffnet wird, in dem sich die Putzmittel befinden.

https://www.telekom.de/zuhause/smarthome/funktionen/kindersicherheit

Ich frage mich, wie wir in den 1970ern aufwachsen konnten mit dem ständigen Risiko einer Putzmittelvergiftung. Und ist es nicht sehr störend, wenn man eine Nachricht auf dem Smartphone bekommt, nur weil man einen Schrank öffnet? Die Technik kann ja nicht unterscheiden, wer die Tür geöffnet hat.

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BBC Computer Literacy Project

In den 1980er Jahren hat die BBC die Welt der Computer im Rahmen der nationalen Initiative „The Computer Literacy Project“ erkundet und über fast ein Jahrzehnt zahlreiche Sendungen dazu produziert.

Dieses Material ist nun als Archiv verfügbar, in dem man alle alten Sendungen noch einmal ansehen kann. Auch die damals entwickelten Programme für den „BBC Micro“ kann man in einem Emulator direkt im Browser ausführen:

https://computer-literacy-project.pilots.bbcconnectedstudio.co.uk/

Segmentanzeigen zum spielen

Fast jede/r kennt vermutlich Anzeigen, deren Zeichen aus Segmenten zusammengesetzt sind.

Auf https://aresluna.org/segmented-type/ findet einen Emulator dafür, der verschiedene Formen von 8 bis 93 Segmenten pro Zeichen darstellt. Man kann beliebige eigene Texte eingeben und mit dem angezeigten Text zwischen den verschiedenen Anzeigevarianten wechseln.

Erinnert sich noch jemand an die Zeit, als die ersten Flipper mit 14-Segment-Anzeigen aufgekommen sind, die neben dem Punktestand auch alle möglichen Meldungen angezeigt haben?

Erfahrungen mit Nextcloud

Schon vor vielen Jahren habe ich mir OwnCloud angesehen, das erstmals 2010 veröffentlicht wurde und eine Alternative zu kommerziellen Diensten wie DropBox oder Google bieten wollte. Die Idee war gut, nur an der Umsetzung und der Sicherheit mangelte es anfangs noch, was mich von der dauerhaften Nutzung abgehalten hatte.

Für den Austausch von Dateien hatte ich später als Alternative Seafile entdeckt. Für Adressen und Termine habe Baïkal verwendet, um mit CalDAV und CardDAV den Stand zwischen meinen Android-Geräten und verschiedenen Computern abzugleichen. Hinzu kommt Roundcube als Webmail-Client mit einer Erweiterung für die Nutzung des Adressbuchs aus Baïkal über CardDAV.

Auch wenn diese Konstellation grundsätzlich funktioniert hat, gab es Schwächen: ein browserbasierter Kalender existiert nicht und Baïkal wird schon seit längerer Zeit nicht mehr aktiv weiterrentwickelt – die aktuellste Version ist vom August 2016 (siehe Release-Seite bei Github).

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MouseJack und Logitech

Falls jemand drahtlose Tastaturen und Mäuse benutzt, sollte er sich der Risiken bewusst sein. Eine Meldung dazu bei heise.

Zumindest von Logitech gibt es ein Firmware-Update, dass diese Probleme behebt:

Meldung bei Logitech zu „MouseJack“

Das angebotene Installationsprogramm prüft auch, ob ein Update erforderlich ist. So habe ich festgestellt, dass selbst der Unifying Receiver einer neuen, erst im Januar 2018 gekauften Tastatur (K270) noch mit einer alten Firmware ausgestattet war.

Nur wenn das Update-Tool meldet, dass die vorhandenen Geräte aktuell sind, besteht keine Gefahr.

Quellen von Thing auf Github

Lange Zeit gab es auf atariforge.org noch ein SVN-Archiv mit den aktuellen Quellen von Thing. Leider ist diese Website nicht mehr online. Es freut mich sehr, dass die Änderungshistorie des SVN-Archivs restauriert werden konnte und die Quellen jetzt auf Github zur Verfügung stehen: https://github.com/arnowelzel/thing

Dank an Miro Kropáček für seine Unterstützung bei der Bewahrung der Commit-Historie des alten SVN-Archivs.

Bild und Ton über ein Kabel

Bereits bei meinem ersten PC, den ich vor über 20 Jahren gekauft habe, gehörte eine Soundkarte zur Austattung dazu. Konkret war das damals eine Karte, die zwar nicht von Creative Labs war, aber zum damaligen de-facto-Standard „Sound Blaster“ kompatibel war. Diese Karte habe ich mehrere Jahre auch beim Wechsel auf andere Mainboards beibehalten, da sie bereits Audiodaten in „CD-Qualität“, also Stereo mit 16 Bit Auflösung bei 44 kHz Samplingfrequenz, wiedergeben konnte und die Tonqualität für mich ausreichend war. Hinzu kam ein „Wavetable-Modul“, was nichts anderes war, als ein MIDI-Synthesizer, der auf die Soundkarte gesteckt werden konnte. Interessant war das für Spiele, die ihre Hintergrundmusik auf diese Weise abspielen konnten und so die CPU weniger beansprucht haben.

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Monitor-Test

Gelegentlich muss ich die Funktion und Bildqualität von Monitoren überprüfen. Normalerweise passiert das mit einer Test-Software – aber es ist nicht immer möglich, solche Software zu installieren oder auszuführen, etwa wenn Linux installiert ist und die Software nur für Windows verfügbar ist.

Aus diesem Grund (und weil ich mehr über die Verwendung von Canvas-Elementen in HTML5 und „High DPI“-Monitoren lernen wollte) habe ich eine Testseite erstellt, die ein Canvas-Element und JavaScript verwendet, um eine Reihe von Testbildern zu erzeugen. Siehe dazu „Monitor-Test“ im „Tools“-Menü.

In der aktuellsten Version habe ich auch ein paar Probleme mit dem Vollbildmodus behoben, so dass jeder moderne Browser für den Test nutzbar sein sollte.