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Thema: Allgemein

Beiträge, die in keine andere Kategorie passen

Erste Covid-19-Impfung

Vor zwei Tagen habe ich meine erste Covid-19-Impfung in einem Impfzentrum in Berlin erhalten. Als Impfstoff wurde Comirnaty von BioNTech verabreicht. Der ganze Ablauf war sehr profesionell organisiert – ich bin ohne Warteschlange direkt zur Aufnahme gekommen und bis zur eigentlichen Impfung hat es insgesamt vielleicht 20 Minuten gedauert. Danach  sollte ich einmal 15 Minuten im Wartebereich bleiben, damit man auf evtl. unmittelbare  schwere Impfreaktionen sofort reagieren kann – die ich allerdings nicht hatte.

Im Laufe der ersten Stunden nach der Impfung habe ich leichte Kopfschmerzen bekommen, die noch bis zum nächsten Tag angehalten haben. Auch war ich ziemlich erschöpft und habe deshalb am Nachmittag geschlafen. Die Einstichstelle am linken Arm war bis zum nächsten Tag etwas schmerzhaft, aber nur bei direkter Berührung. Ingesamt waren die Nebenwirkungen aber erträglich und heute, am dritten Tag, sind die Kopfschmerzen komplett weg und die Schmerzen am Arm spüre ich nur noch minimal und rechne damit, dass diese morgen auch komplett vorbei sind.

Juan Joya Borja ist tot

Der spanische Komiker Juan Joya Borja, der auch als „Risitas“ oder „El Risitas“ – „der Kichernde“ – bekannt war, ist im Alter von 65 Jahren laut einem Bericht in den spanischen Medien in einem Krankenhaus seiner Heimatstadt Sevilla gestorben.

Juan Joya Borja wurde berühmt durch ein Video, was als Meme weite Verbreitung fand und  in vielen Versionen mit anderen Untertiteln existiert:

Tötungen von Menschen mit Behinderung sind keine „Erlösung“

In Potsdam wurden fünf Bewohner/innen einer Behinderteneinrichtung angegriffen und vier davon sind an ihren schweren Verletzungen gestorben. Die mutmassliche Täterin ist eine 51 Jahre alte Pflegehelferin, die seit 20 Jahren dort tätig ist.

Das Ereignis ist schlimm und schwer verständlich. Aber noch schlimmer ist, wie darüber teilweise in den Medien berichtet wird. Da wird ernsthaft „Erlösung von Leiden“ als mögliches Tatmotiv genannt. Was soll das? Eine Behinderung zu haben, ist kein „Leid“ von dem jemand „erlöst“ werden muss und es gibt nichts, was diese Tat rechtfertigen kann! Das ist Ableismus in seiner schlimmsten Form.

Wir müssen aufhören, unsere Gesellschaft aufzuteilen in „Behinderte“ und „Normale“ und Menschen, die nicht einer vermeintlichen Norm entsprechen, in eine Parallelwelt abzuschieben. Eine Parallelwelt in der Menschen als Kinder auf „Förderschulen“ kommen, als Erwachsene dauerhaft in Behindertenwerkstätten arbeiten und mitunter in Wohnheimen leben, wo sie praktisch vom Rest der Gesellschaft komplett isoliert sind.

Wir müssen aufhören, Pflegekräfte als billige Hilfskräfte anzusehen, denen man nur gerade so viel bezahlt, wie unbedingt nötig ist und gleichzeitig an allen Stellen spart, wo es nur irgendwie geht (siehe dazu auch Die Anstalt – Politikversagen im Altenheim).

Wir müssen aufhören, bei der Diskussion über Covid-19 davon zu spechen, dass Maßnahmen übertrieben wären, weil man damit Leute schützt, die „sowieso nicht mehr lange gelebt hätten“.

Fünf Jahre in Berlin

Vor genau fünf Jahren habe ich darüber geschrieben, dass ich Augsburg verlasse.  Anlass für mich für einen kleinen Überblick, was ich als Eindruck von Berlin nach fünf Jahren habe.

Natur mitten in der Stadt

Das ist ein Aspekt, den ich an Berlin sehr schätzen gelernt habe – obwohl es eine große Metropole ist, ist es auch sehr grün. Neben dem Tiergarten als zentralen Park in der Mitte der Stadt, findet man in der ganzen Stadt Parks und Grünanlagen aller Art. Dazu kommt die Spree und die Kanäle durch die Stadt und die vielen Seen und Wälder in der Umgebung. Das ist ein Aspekt der Lebensqualität, der leider etwas untergeht, wenn man über die Probleme der Stadt in der Presse liest.

Mein täglicher Arbeitsweg führte mich anfangs von Kreuzberg nach Moabit über durch den Tiergarten, der im Sommer eine sehr angenehme Strecke mit dem Fahrrad ist. Mittlerweile wohne ich in einem anderen Stadtteil und arbeite jetzt in Berlin Mitte, aber der Tiergarten ist immer noch Teil meiner Fahrt in’s Büro und macht fast ein Drittel der Strecke aus. Je nach Jahreszeit ist auch die Begegnung mit verschiedenen Tieren alltäglich, wie etwa den beiden Kanadagänsen, die ich eines morgens fotografiert habe.

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Gutes tun und daran verdienen

Mittlerweile gibt es eine ganze Industrie, die sich um junge Menschen kümmert, die gerne etwas gutes tun wollen. Dabei werden auch Kinder als „Waisenkinder“ eingespannt, die gar keine Waisen sind – denn ohne Waisenkinder keine Einnahmen durch Tourist:innen, die „helfen“ wollen…

Françoise Cactus gestorben

Françoise Cactus ist im Alter von nur 57 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Auch Jenni Zylka hat in der TAZ einen Nachruf veröffentlicht: Eine deutsch-französische Liebe

Vor vielen Jahren hatte ich die Gelegenheit, Françoise in Österreich persönlich kennenzulernen und habe Sie als wunderbare Person erlebt. Mein Mitgefühl gilt besonders ihrem Partner Brezel Göring.

Ihre Musik hat mich schon vor 10 Jahren begleitet. Aideu Françoise…