Stichwort: Nextcloud

Themen: Computer

Nextcloud Talk mit coturn und eigenem Signaling-Server (High Performance Backend)

Mit der „Talk“-App unterstützt Nextcloud auch Videokonferenzen. Dafür wird mindestens STUN (Session Traversal Utilities for NAT) und TURN (Traversal Using Relay NAT) benötigt, um die Kommunikation zwischen den Teilnehmern hinter NAT-Routern zu ermöglichen. Die übliche Lösung unter Linux ist dafür coturn.

Mit coturn funktioniert Talk in der Regel schon ganz gut, wenn sich nicht mehr als 4-5 Teilnehmer in einer Sitzung befinden. Allerdings erfolgt die Verbindung der Clients dann direkt untereinander ohne einen zentralen Server für den Austausch von Audio- und Video. Bei mehr als 5 Clients steigt Aufwand für die Kommunikation überproportional und ist irgendwann gar nicht mehr möglich, weshalb Nextcloud Talk auch warnt, wenn mehr als 5 Clients verbunden sind.

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OnlyOffice in Nextcloud – eine Bestandsaufnahme

Kürzlich hatte ich übereilt darüber berichtet, dass OnlyOffice in Nextcloud generell nicht mehr richtig funktionieren würde.

Das ist so pauschal allerdings nicht richtig und ich habe an einigen Punkten voreilige Schlüsse gezogen. Ascensio System hat sich auch bei mir gemeldet und alles unternommen, um mir bei meinen Problemen zu helfen – Danke!

Den ursprünglichen Beitrag habe ich entfernt, da er von falschen Voraussetzungen ausging.

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Nextcloud Talk: „High Performance Backend“ jetzt Open Source

Nextcloud Talk ist eine Erweiterung für Nextcloud, die neben Chat auch Videokonferenzen ermöglicht. Dazu genügt ein aktueller Browser und eine Webcam. Alternativ kann man auch eine App für Android oder iOS verwenden.

Mit wenigen gleichzeitigen Verbindungen funktioniert das meistens auch ganz brauchbar, wenn man einige Punkte beachtet, wie z.B. die Nutzung eines Servers für STUN/TURN wie etwa coturn (dazu werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben).

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Nextcloud und Netdata mit mehr Metriken

Vor einiger Zeit habe ich über ein Plugin für Netdata berichtet, was ich für meinen Nextcloud-Server erstellt hatte.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Metriken – vielen Dank!

Die Quellen und Dokumentation sind weiterhin auf Github zu finden.

Hinweis: wer das Plugin bereits nutzt, muss beachten, dass in der Konfiguration nun nur noch die Basis-URL des Servers angegeben wird und nicht mehr die vollständige URL zum Monitoring-API.

Nextcloud und Netdata

Ich nutze auf meinen Servern schon länger Netdata zur Überwachung zahlreicher Systemparameter. Was dort bisher gefehlt hat, war Nextcloud. Diese Lücke habe ich mit einem Plugin für Netdata gefüllt. Das Plugin nutzt die API, die von der „Monitoring“-App bereitgestellt wird, um in Netdata die Zahl der aktiven Nutzer/innen anzuzeigen.

Die Quellen und Beschreibung findet man bei Github.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Angaben zu erweitern.

Nextcloud und OnlyOffice in Android

Wie bei OnlyOffice berichtet, kann man jetzt auch OnlyOffice in Android mit Nextcloud nutzen, wobei man dafür keine separate App für Android braucht – die aktuelle Nextcloud-App für Android genügt, wenn man auf dem Server mindestens Nextcloud 18 und die aktuellste OnlyOffice-Integration für Nextcloud (4.1 oder neuer) installiert hat.

Die Bearbeitung erfolgt dann wie bei OnlyOffice im Browser kollaborativ – alle Änderungen werden direkt zum Server gesendet und wenn andere Nutzer zur gleichen Zeit ebenfalls eine Datei bearbeiten, sieht man deren Änderungen auch sofort.

Dabei ist allerdings ein Punkt zu beachten:

Wenn die Datei noch nicht heruntergeladen wurde (kein grüner Haken), führt das antippen des Dateinamens zum Öffnen in OnlyOffice. Ist die Datei bereits auf dem Gerät vorhanden (grüner Haken), wird sie beim antippen direkt geöffnet – d.h. wenn eine Office-App installiert ist, wird diese zur Anzeige oder Bearbeitung der Datei verwendet.

Zusätzlich kann man aber auch das Kontextmenü verwenden, das sich beim Antippen der drei Punkte ganz rechts öffnet und daraus den Punkt „Edit“ bzw. „Bearbeiten“ verwenden. Dann wird die Datei immer mit OnlyOffice geöffnet.

Update 2020-03-09

In der kostenlosen Open Source Version stehen keine Bearbeitungsfunktionen mehr zur Verfügung – weder in der App noch im Browser. Wer dies benötigt, muss eine der kostenpflichtigen Pakete der „Integration Edition“ kaufen (aktuell ab 935 EUR einmalig pro Server für maximal 50 gleichzeitige Verbindungen).

Update 2020-03-20

Nachdem ich einen Feature Request eingebracht habe, um die mobile Bearbeitung wieder zurückzubringen oder zumindest eine günstigere Lizenz dafür, hat sich Ascensio dazu entschlossen, eine günstigere „Home“-Lizenz für 99 USD anzubieten. Siehe auch den Kommentar dazu bei Github.

Update 2020-09-02

Die kostenlose Android-Version von OnlyOffice unterstützt schon länger auch Nextcloud zum öffnen und speichern von Dokumenten und ist in der Bedienung angenehmer als die mobile Variante im Browser. Die einzige Einschränkung hier ist, dass es hier keine kollaborativen Funktionen gibt.

Kollaborativer Texteditor in Nextcloud

Im Juni 2019 hat Nextcloud einen interessanten Texteditor vorgestellt, der Markdown als Grundlage nutzt, dies aber optisch nicht zeigt – die Oberfläche ist sehr aufgeräumt und Texte werden immer formatiert angezeigt und bearbeitet. Man kann die Markdown-Syntax bei der Eingabe verwenden, aber zusätzlich steht eine Werkzeugleiste am oberen Rand des Editors zur Verfügung. Zum Anlegen einer neuen Datei verwendet man wie üblich das „+“-Symbol in der Dateiverwaltung von Nextcloud.

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Erfahrungen mit Nextcloud

Schon vor vielen Jahren habe ich mir OwnCloud angesehen, das erstmals 2010 veröffentlicht wurde und eine Alternative zu kommerziellen Diensten wie DropBox oder Google bieten wollte. Die Idee war gut, nur an der Umsetzung und der Sicherheit mangelte es anfangs noch, was mich von der dauerhaften Nutzung abgehalten hatte.

Für den Austausch von Dateien hatte ich später als Alternative Seafile entdeckt. Für Adressen und Termine habe ich Baïkal verwendet, um mit CalDAV und CardDAV den Stand zwischen meinen Android-Geräten und verschiedenen Computern abzugleichen. Hinzu kommt Roundcube als Webmail-Client mit einer Erweiterung für die Nutzung des Adressbuchs aus Baïkal über CardDAV.

Auch wenn diese Konstellation grundsätzlich funktioniert hat, gab es Schwächen: ein browserbasierter Kalender existiert nicht und Baïkal wird schon seit längerer Zeit nicht mehr aktiv weiterrentwickelt – die aktuellste Version ist vom August 2016 (siehe Release-Seite bei Github).

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