Suche mit Ergebnissen in Echtzeit

Ab sofort gibt es auf meiner Website eine Suche mit Ergebnissen in Echtzeit, die als Trefferliste unterhalb des Suchfelds angezeigt werden. Ich habe dazu eine Erweiterung für WordPress entwickelt, die auf die Ajax-Schnittstelle zugreift und bereits während der Eingabe die Suche ausfüht.

Ja, es gibt dafür bereits Plugins – allerdings war die Umsetzung nicht all zu schwer (etwa 190 Zeilen Code) und ich habe dabei etwas über Ajax mit WordPress gelernt.

Die Bedienung mit der Tastatur ist auch möglich – man kann mit der Tabulator-Taste (der Taste, mit dem man im Browser den Focus wechselt) vom Suchfeld zur Liste wechseln und zwischen den Listeneinträge navigieren. Auch die Cursortasten [↓] und [↑] können für die Navigation benutzt werden. Zum öffnen eines Eintrag Return ([↵]) oder [Enter] drücken. Mit [Esc] wird die Liste mit den Suchergebnissen wieder geschlossen, ohne einen Eintrag auszuwählen.

Spamfilter und DKIM mit rspamd

Kürzlich war eine größere Aktualisierung der Serverumgebung nötig, auf der ich auch einen Mailserver betreibe. Ich habe das zum Anlass genommen, rspamd als Alternative zur Kombination aus SpamAssassin und amavasid-new anzusehen und kann das uneingeschränkt empfehlen.

Wesentliche Eigenschaften von rspamd:

  • Web-Oberfläche für Status-Informationen und einfache Anpassung der Konfiguration.
  • Bis zu 10× schneller als SpamAssassin (siehe auch die Erläuterungen dazu bei rspamd).
  • Direkte Einbindung als milter in Postfix, wodurch E-Mails bereits während der Zustellung geprüft und auch ggf. aktiv abgelehnt oder durch Greylisting verzögert werden können.
  • Optional Erzeugung von DKIM-Signaturen für ausgehende E-Mails.

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Nextcloud und Netdata

Ich nutze auf meinen Servern schon länger Netdata zur Überwachung zahlreicher Systemparameter. Was dort bisher gefehlt hat, war Nextcloud. Diese Lücke habe ich mit einem Plugin für Netdata gefüllt. Das Plugin nutzt die API, die von der „Monitoring“-App bereitgestellt wird, um in Netdata die Zahl der aktiven Nutzer/innen anzuzeigen.

Die Quellen und Beschreibung findet man bei Github.

Luca Olivetti war so nett, das Plugin zu erweitern um zusätzliche Angaben zu erweitern.

Nextcloud und OnlyOffice in Android

Wie bei OnlyOffice berichtet, kann man jetzt auch OnlyOffice in Android mit Nextcloud nutzen, wobei man dafür keine separate App für Android braucht – die aktuelle Nextcloud-App für Android genügt, wenn man auf dem Server mindestens Nextcloud 18 und die aktuellste OnlyOffice-Integration für Nextcloud (4.1 oder neuer) installiert hat.

Die Bearbeitung erfolgt dann wie bei OnlyOffice im Browser kollaborativ – alle Änderungen werden direkt zum Server gesendet und wenn andere Nutzer zur gleichen Zeit ebenfalls eine Datei bearbeiten, sieht man deren Änderungen auch sofort.

Dabei ist allerdings ein Punkt zu beachten:

Wenn die Datei noch nicht heruntergeladen wurde (kein grüner Haken), führt das antippen des Dateinamens zum Öffnen in OnlyOffice. Ist die Datei bereits auf dem Gerät vorhanden (grüner Haken), wird sie beim antippen direkt geöffnet – d.h. wenn eine Office-App installiert ist, wird diese zur Anzeige oder Bearbeitung der Datei verwendet.

Zusätzlich kann man aber auch das Kontextmenü verwenden, das sich beim Antippen der drei Punkte ganz rechts öffnet und daraus den Punkt „Edit“ bzw. „Bearbeiten“ verwenden. Dann wird die Datei immer mit OnlyOffice geöffnet.

Update 2020-03-09

In der kostenlosen Open Source Version stehen keine Bearbeitungsfunktionen mehr zur Verfügung – weder in der App noch im Browser. Wer dies benötigt, muss eine der kostenpflichtigen Pakete der „Integration Edition“ kaufen (aktuell ab 935 EUR einmalig pro Server für maximal 50 gleichzeitige Verbindungen).

Update 2020-03-20

Nachdem ich einen Feature Request eingebracht habe, um die mobile Bearbeitung wieder zurückzubringen oder zumindest eine günstigere Lizenz dafür, hat sich Ascensio dazu entschlossen, eine günstigere „Home“-Lizenz für 99 USD anzubieten. Siehe auch den Kommentar dazu bei Github.

Wir sind alle Menschen

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau 10 Menschen von einem Mann aus rassistischen Motiven heraus ermordet.

Den Angehörigen, Freund/innen und Kolleg/innen der Opfer möchte ich mein Mitgefühl aussprechen und wünsche Ihnen die Kraft, diese schwere Zeit zu bewältigen.

In Berichten dazu war auch kurzzeitig bei Focus von „Shisha-Morden“ zu lesen und wie auf bildblog.de berichtet, hat die Bild-Zeitung hat in ihrer Live-Berichterstattung zuerst festgestellt, dass die Opfer überwiegend kurdische und türkische Menschen sind und wilde Spekulationen darüber verbreitet, dass es sich bei den Tätern um Leute aus dem „russischen Umfeld“ handele und möglicherweise Schutzgelderpressung ein Grund für die Morde war.

Nein, es waren keine Russen und nein, es ging auch nicht um Schutzgelderpressung!

Die Morde in dieser Weise darzustellen und solche Spekulationen zu verbreiten ist eine grobe Mißachtung der Würde der Opfer. Es wird so getan, als wären die Ermordeten quasi selber schuld, weil man als Besucher einer Shisha-Bar ja damit rechnen muss, dass dort auch Gewalttaten passieren und alle Beteiligten aus einem „Milieu“ kommen, in dem solche Taten durchaus denkbar sind.

Hört auf damit!

Es sind Menschen gestorben – Menschen wie Du und ich. Helft den Betroffenen, zeigt Solidarität mit euren Mitbürger/innen und hört auf damit, Menschen mit Migrationshintergrund in eine Schublade zu stecken, mit der ihr persönlich nichts zu tun habt.

Neues Jahr, neue illegale Kopie von Periodical

Neues Jahr, neue Schnorrer, die glauben, sie können mit meiner Arbeit leicht Geld verdienen. Mal wieder eine illegale Kopie von Periodical mit reichlich Werbung, veröffentlicht unter https://play.google.com/store/apps/details?id=com.boom.peri (Stand 11. Februar 2020. Falls diese URL nicht mehr verfügbar ist, wurde sie bereits gelöscht):

Wie üblich sind keine Quelltexte dazu verfügbar und auch jegliche Hinweise auf die Open Source-Quelle wurden entfernt.

Update 2020-03-25

Mittlerweile hat Google auf meinen Hinweis reagiert und die App gelöscht :-).