Mein kleines „Elektronik-Labor“

Vor einiger Zeit habe ich mein Interesse für Elektronik wiederentdeckt und kürzlich mein erstes Projekt umgesetzt. Dieses Projekt ist noch an dem Tisch entstanden, wo mein PC steht. Das ist allerdings kein optimaler Ort, um Platinen zu löten oder Entwürfe mit Breadboards zu erstellen – die nötigen Teile dazu und Werkzeug wie Lötkolben, Multimeter etc. muss ich dazu jedesmal aus der Schublade holen und danach wieder aufräumen.

Ideal wäre ein Platz, wo ich alle nötigen Dinge griffbereit habe und eine Arbeitsfläche, die für nichts anderes gebraucht wird. Es muss nicht gleich ein professionelles Elektronik-Labor sein – eine stabiler Tisch und Wandregal wäre schon ausreichend.

In einem Zimmer habe ich noch genug Platz für einen Tisch mit 120×60 cm. Den passenden Tisch mit exakt dieser Größe habe ich in einem Laden für gebrauchte Büromöbel gefunden. Die Ausführung ist sehr stabil – die Tischplatte ist auf einem Metallgestell montiert und die Tischbeine sind aus Metallrohren und in der Höhe zwischen 68 und 72 cm einstellbar.

Dazu wollte ich über dem Tisch mehrere Ablageflächen mit 30 cm Tiefe haben, wo ich Kleinteile, Werkzeug oder Geräte abstellen kann. Ich habe mich für ein System mit Schienen an der Wand entschieden. Die nötigen Teile samt passender Regalböden mit 120×30 cm gab es im Baumarkt für etwa den gleichen Preis, den ich vorher für den Tisch ausgegeben habe.

Ein Tip für Montage: statt alle Bohrlöcher vorher anzuzeichnen, kann man auch erst mit einem einzigen Bohrloch beginnen und die Schiene damit provisorisch festschrauben. Dann richtet man die Schiene mit Hilfe einer Wasserwaage exakt senkrecht aus und markiert mit einem Fineliner durch die Öffnungen für die Schrauben die Position der übrigen Bohrlöcher.

Insgesamt habe ich drei Schienen im Abstand von ca. 55 cm (gemessen von der Mitte der Schiene aus) montiert. So konnten die Regalböden an den Enden etwas überstehen, was wichtig ist für die Montage der Halterungen auf der Unterseite der Böden. Bei den Wänden handelt es sich um doppelt beplankte Trockenbauwände mit einer Stärke von 2×12,5 mm, die Tragfähigkeit ist also kein Problem.

Das Ergebnis ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe – sehr stabil und erweiterbar.  In ein paar Wochen kommt noch ein Oszilloskop und ein Labornetzgerät dazu. Auch die fast 40 Jahre alte Weller Lötstation ohne variable Temperaturregelung wird ersetzt.

Update Juli 2021

Elektronik-Werkstatt, Juli 2021Die verschiedenen Geräte sind zwischenzeitlich eingetroffen – das Oszilloskop (Hantek DSO2D15), ein Labornetzgerät (Basetech BT-305) und eine neue Lötstation (Hakko FX888D) sowie ein neues Multimeter (Brymen BM257s).

Schubladenmagazine für Bauelemente gibt es jetzt auch. Es handelt sich dabei um Schränke der Firma Mars, konkret zwei Mal das Modell 6762 mit 30 kleinen Schubladen und ein Mal das Modell 6763 mit 15 kleinen und 4 mittleren Schubladen.

Die Schränke sind aus pulverbeschichtetem Stahlblech in Rot und die Schubladen aus Polystrol. Beim ersten Aufstellen war ich erst enttäuscht, dass die Schränke gewackelt haben, weil sie etwas verzogen waren. Das lässt sich aber leicht korrigieren: die beiden Seitenteile greifen und mit etwas Kraft gegeneinander verdrehen. Ein paar Millimeter genügen schon, damit der Boden gerade ausgerichtet ist und der Schrank stabil steht.

Die Schubladen kann man bei Bedarf auch einzeln nachkaufen. Auch Trennwände, mit denen man die Schubladen weiter aufteilen kann, sind als Zubehör erhältlich.

Für die Beschriftung habe ich mir eine Vorlage erstellt. Die Schilder müssen für die kleinen Schubladen die Größe 39×18 mm haben, was genug Platz selbst für mehrzeilige Beschriftungen bietet. Die verwendete Schrift ist „Bahnschrift“.

Schubladenmagazin, Detailansicht

 

Öffentlichen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dies ist kein Kontaktformular! Wenn Du mir eine persönliche Nachricht schreiben möchtest, benutze die E-Mail-Adresse in meinem Impressum.

Du kannst die folgenden HTML-Tags im Kommentar verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>