M-Tester

Unter dem Namen „M-Tester“ wird eine ganze Reihe von Geräten angeboten, die elektronische Komponenten, wie Transistoren, Dioden, Widerstände, Kondensatoren usw. automatisch erkennen und bezüglich ihrer Eigenschaften testen können. Daher auch der Name: „M-Tester“ ist die Abkürzung für „Multi-function Tester“.

Alle Produkte dieser Art gehen zurück auf den Artikel „AVR Transistortester“ bei mikrocontroller.net, der erstmals etwa im Jahr 2012 einen Transistortester auf Basis eines ATmega8/168/328 und einem LCD mit 2×16 Zeichen beschreibt. Die aktuellste Variante dieser Geräte, wie der „M-Tester T7“ oder „M-Tester TC1“, bietet ein Farb-Display mit grafischer Anzeige der Komponenten und einen Infrarot-Sensor, mit dem auch die Funktion von Fernbedienungen überprüft werden kann.

Wenn man sich selbst so ein Gerät laufen möchte, rate ich zu der Ausführung „LCR-T7“ (oder „TC1“), die von verschiedenen Firmen angeboten wird. Hier ist ein Lithium-Akku eingebaut, so dass man nicht mit 9V-Blockbatterien hantieren muss. Die Aufladung erfolgt über Micro-USB.

Die zu prüfenden Komponenten werden in den ZIF-Sockel eingesetzt, der jeweils drei Anschlüsse in mehrfacher Wiederholung bietet. Zusätzlich sind Anschlüsse „K“ und „A“ für die Messung von Zenerdioden vorhanden. Alle anderen Komponenten können beliebig an den Eingängen angeschlossen werden, wobei man lediglich darauf achten muss, dass man verschiedene Kontakte nutzt, also z.B. 1 und 3 für einen Widerstand oder 1, 2 und 3 für einen Transistor.

Im Lieferumfang sind auch Kabel mit Klemmen enthalten, falls man die zu prüfenden Komponenten nicht direkt in den Sockel stecken kann. Ich habe den Stecker ersetzt durch eine Dreifach-Kombination und die Einzeladern mit einem Schrumpfschlauch verbunden, um die Handhabung zu erleichtern.

Das Display hat eine Diagonale von 1,8″ mit einer Auflösung von 160×128 Pixeln.

Funktionsumfang

Folgende Komponenten können getestet werden:

  • Transistoren (Bipolar und FETs)
  • Thyristoren und Triacs (IGT < 6 mA)
  • Dioden und Zenerdioden (0,01 – 4,5 V, Durchbruchspannung bis 30V)
  • Widerstände (0,01 Ω – 50 MΩ)
  • Kondensatoren (25 pF – 100 mF)
  • Induktivität von Spulen (0,01 mH – 20 H)
  • Spannung von Batterien und Akkus (0,1 – 4,5 V)
  • Infrarot-Fernbedienungen

Für eine Messung drückt man einmal den Einschaltknopf. Es wird dann zuerst kurz die aktuelle Akku-Spannung angezeigt und danach die eingesetzte oder per Kabel verbundene Komponente getestet. Im Display wird dann die Komponente visuell mit der genauen Anschlussbelegung und den gemessenen Werten angezeigt.

Die Genauigkeit der Messungen ist natürlich nicht vergleichbar mit teuren Messgeräten für den professionellen Einsatz, aber das Gerät ist dennoch sehr hilfreich, um Komponenten  bezüglich ihrer Eigenschaften leicht zu identifizieren. Bei meinem direkten Vergleich mit einem Multimeter BM257s waren die Abweichungen bei den ermittelten Werten von Widerständen oder Kondensatoren teilweise unter 1%.

Um Infrarot-Fernbedienungen zu testen, lässt man den ZIF-Sockel leer und richtet nach dem Einschalten die Fernbedienungen auf den „IR“-Sensor. Sobald man eine Taste drückt, sollte im Display des Testers eine entsprechende Meldung mit den erkannten Codes erscheinen:

Selbsttest

Für einen Selbsttest verbindet man die Eingänge 1, 2 und 3 (eine passende Brücke wird in der Regel mitgeliefert) und schaltet das Gerät ein. Der Selbsttest fordert dann im Verlauf dazu auf, die Verbindung zu trennen und fährt dann fort, sobald man die Verbindung wieder trennt. Am Ende wird u.A. auch die Firmware-Version angezeigt, die bei meinem Exemplar 2.12k ist. Ein Update der Firmware ist offiziell nicht vorgesehen.

Akku

Der fest eingebaute Akku mit einer Kapazität von 350 mAh wird über eine Micro-USB-Buchse geladen. Eine zweifarbige LED signalisiert mit rot und grün den Ladezustand. Sobald die LED grün ist, ist der Akku ausreichend geladen.

Zwar ist der fest verbaut, aber das Gerät kann mit vier Schrauben leicht geöffnet werden.  Bei meinem Exemplar ist der Akku mit doppelseitigem Klebeband fixiert und mit einer Steckverbindung intern angeschlossen und kann bei Bedarf leicht ausgetauscht werden. Zur Not funktioniert der Tester auch mit externer Stromversorgung über USB.

 

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