Knarren, knacken & klappern…

…und Dinge die an ihrem Fahrrad an ihrem Fahrrad „schlagen“.

von Sheldon „Shhhhhh…“ Brown

Übersetzung von Arno Welzel, Original unter http://sheldonbrown.com/creaks.html.

Macht Ihr Fahrrad seltsame Geräusche, wenn Sie es fahren?

Dieser Artikel versucht dabei zu helfen, es ruhig zu stellen!

Abgesehen vom Rauschen der Reifen auf der Straße und dem Klicken des Freilaufs sollte ein Fahrrad ruhig sein.

Wenn Ihr Fahrrad andere Geräusche macht, ist das ein Anzeichen eines Problems. Viele dieser Probleme können in einer frühe Phase leicht behoben werden, nur durch das Festziehen einer Mutter oder einer Schraube… aber wenn man die Geräusche ignoriert kann das in schwerwiegenden Schäden an Teilen Ihres Fahrrads enden und Sie finden sich selbst hilflos oder sogar verletzt wenn das Problem ernster wird! Die meisten Geräusche bei Fahrrädern haben ein regelmäßiges, sich wiederholendes Muster. Dieses Muster zu identifizieren ist der erste Schritt zum Auffinden der Problemquelle.

Geräusche, die durch ein Laufrad entstehen, einmal pro Radumdrehung

Beim Bremsen

Wenn Ihr Fahrrad ein regelmäßiges Geräusch oder eine Vibration verursacht, wenn Sie die Bremsen betätigen, liegt das meistens an einer Unregelmäßigkeit der Bremsfläche an den Seiten der Felge.

Im Fall neuer Fahrräder (oder neuer Laufräder) ist eine leichte Unregelmäßigkeit manchmal das Ergebnis einer Unebenheit der Bremsfläche am Stoß, an dem die Felge verbunden wurde, nachdem Sie in Kreisform gerollt wurde. In harmlosen Fällen sollte das Problem nach einigen hundert Kilometern Fahrt als Teil des normalen Einfahrprozesses verschwinden. Bei schwerwiegenden Fällen kann dies auf eine defekte Felge hindeuten und ein Austausch des Laufrades als Gewährleistungsfall ist angezeigt.

In Fällen, in denen sich diese diese rhythmische Störung bei einem Fahrrad entwickelt, das zuvor in Ordnung war, ist das oft ein Zeichen für eine Felge, die durch ein Schlagloch oder andere Straßenschäden beschädigt wurde. Manchmal können solche „Dellen“ durch die vernünftige Verwendung eines Hammers oder einer Zange für diesen Zweck beseitigt werden. In den meisten Fällen ist aber unglücklicherweise eine neue Felge oder ein neues Laufrad die einzig realistische Lösung.

Der Reifen ist dafür gedacht, die Felge vor dieser Art von Schäden zu schützen. Felgenschäden werden oft durch eine Vernachlässigung des ausreichenden Reifendrucks verursacht oder durch fahren zu schmaler Reifen für die jeweiligen Bedingungen. Mit mehr Erfahrung achtet ein Fahrradfahrer stärker auf Straßenschäden und kann schmalere Reifen sicher nutzen.

Beim Rollen im Leerlauf

Wenn Sie ein regelmäßiges, schleifendes Geräusch im Leerlauf hören, fahren Sie das Fahrrad nicht weiter, bis Sie es kontrolliert und zumindest die Ursache des Problems festgestellt haben; einige dieser Probleme kosten nur etwas Leistung, aber wenn Ihr Reifen schleift, kann er überraschend schnell zerstört sein!

Heben Sie jedes Ende des Fahrrads nacheinander an und lassen Sie das jeweilige Laufrad in Fahrtrichtung drehen, während Sie durch hinsehen, hinhören und nach Gefühl feststellen, wo es schleift.

Schleifende Reifen

Wenn ein Reifen am Rahmen schleift, ist das ein Zeichen dafür, dass:

  • das Rad schief montiert ist, oder
  • das Rad einen ernsthaften Seitenschlag hat, oder
  • eines der Schutzbleche schief ausgerichtet ist, oder
  • der Reifen eine Beule entwickelt hat und kurz davor ist, von der Felge zu fliegen.

Fahren Sie niemals ein Fahrrad, wenn ein Reifen schleift!

Schleifende Bremsen

Wenn der Bremsklotz einer Bremse schleift, ist das ein Zeichen dafür, dass:

  • das Rad schief montiert ist, oder
  • das Rad einen Seitenschlag hat, oder
  • die Bremszange/Bremsarme nicht zentriert sind

Dieses Problem entsteht häufig nach dem Entfernen und neuen Montage eines Laufrads, wenn das Rad nicht sauber in der Gabel oder dem Rahmen ausgerichtet ist. Mitunter montieren Leute das Rad schief und versuchen das dann durch eine falsche Einstellung der Bremse auszugleichen, damit diese zur nicht mittigen Felge passt. Machen Sie das nicht!

Der beste Weg, um zu überprüfen, dass das Vorderrad korrekt montiert ist, ist es einen Finger jeder Hand zwischen Gabel und Reifen zu legen. Wenn Sie den selben Finger jeder Hand verwenden (und Sie keine unterschiedlichen Hände haben) können Sie spüren, ob der Reifen auf einer Seite näher an der Gabelscheide ist. Falls er nicht mittig ist, lösen Sie den Schnellspanner oder die Achsmuttern, zentrieren Sie das Rad und sichern Sie es wieder.

Eine nicht-mittige Felge kann das Ergebnis schlechter Montage sein, einer verbogenen Achse, einer verbogenen Gabel oder eines nicht richtig zentrierten Laufrads. Erst wenn Sie sich sicher sind, dass das Laufrad korrekt zentriert ist, können Sie die Mittigkeit der Bremsen justieren, wenn nötig.

Wenn ein Laufrad einen leichten Seitenschlag hat, kann es eine vorrübergehende Lösung sein, die Ausrichtung leicht zu verändern, aber die eigentliche Lösung ist es, das Laufrad zu zentrieren oder zu ersetzen.

Schleifende Speichen

Wenn es ein schleifendes/knackendes Geräusch gibt, während Sie fahren, aber Sie können es nicht nachstellen, indem Sie das Fahrrad anheben und die Räder in der Luft drehen, liegt das Problem sehr wahrscheinlich an lockeren Speichen. In manchen Fällen schleifen die Speichen eines Laufrads mit zu geringer Spannung aneinander, wo sie sich kreuzen. Das passiert nur, wenn das Fahrrad das Gewicht des Fahrers trägt. Sie spüren möglicherweise auch, dass das Fahrrad leicht zur Seite schlingert, wenn die lockeren Speichen nach unten kommen und die Kontrolle über die Felge verlieren. Versuchen Sie die Speichen paarweise zusammenzudrücken um zu prüfen, ob sie dabei das selbe Geräusch machen, wie während der Fahrt. Lockere Speichen sind anfällig dafür zu brechen und sind oft auch das Ergebnis eines Felgenschadeens.

Schleifen von niedrigen Gängen

Wenn die Geräusche von den Laufrädern her nur auftreten, wenn das Fahrrad in einem niedrigen Gang im Freilauf rollt, liegt das sehr wahrscheinlich an der Kette, die am Speichenschutz schleift. Dies ist normalerweise ein Zeichen dafür, dass der Speichenschutz gebrochen oder verbogen ist.

Geräusche von den Laufrädern nur beim Pedalieren

Geräusche die einmal pro Radumdrehung, und nur dann auftreten, während Sie pedalieren entstehen oft durch den Freilauf der Hinterradnabe. Die Lager des Freilaufs sind möglicherweise locker oder die Kassette auf dem Freilaufkörper wackelt.

Prüfen Sie, ob Sie die Ritzel seitlich bewegen können. Sie sollten nur ein minimales oder gar kein seitliches Spiel haben.

Falls die Lager des Freilaufs oder der Nabe locker sind, ist es manchmal möglich, sie festzuziehen. Siehe dazu auch meinen Artikel zu Schraubkranznaben.

Falls die Ritzelkassette auf dem Freilaufkörper locker ist, fehlt eventuell ein Abstandshalter oder Sie versuchen eine Kassette mit einem 11-Zähne-Ritzel auf einem Freilaufkörper zu verwenden, der nicht dafür gedacht ist, 11-Zähne-Ritzel aufzunehmen. Details dazu siehe auch meinen Artikel zu Kassettennaben.

Schleifen des Schaltwerks/Speichen in der „falschen“ Richtung

Die meisten Laufradbauer kreuzen die folgenden Speichen auf der Innenseite des Nabenflansches. In sehr seltenen Fällen werden Laufräder in der umgekehrten Weise eingespeicht, was zu mysteriösem Schleifen des Schaltwerks im niedrigsten Gang führen kann, wenn man sehr kräftig in die Pedale tritt. Der Grund dafür ist, dass die folgenden Speichen durch starke Antriebskräfte gespannt werden und dadurch die Kreuzungspunkte nach außen drücken.

Dies ist sehr selten und tritt meistens nur bei Laufrädern mit zu geringer Spannung auf und mit falsch ausgerichteten Schaltwerken oder Schaltaugen.

Siehe dazu auch Welche Seite des Nabenflansches?.

Geräusche vom Pedal/Tretlager, einmal pro Pedalumdrehung

Knacken, knarren und klappern, das ein- oder zweimal pro Pedalumdrehung auftritt kann aufgrund einer ganzen Reihe von Ursachen auftreten, weshalb es viele Dinge gibt, die zu überprüfen sind:

Pedale locker?

Prüfen Sie dies zuerst, die Pedale sollten fest in die Kurbeln eingeschraubt sein. Das linke Pedal hat ein linkes („umgekehrtes“) Gewinde. Die Gewinde der Pedale sollten mit Fett eingeschmiert sein.

Kurbelschrauben locker?

Bei typischen, dreiteiligen Kurbeln ist es sehr wichtig, dass die Sicherungsschrauben (die die Kurbeln an der Tretlagerwelle fixieren) korrekt angezogen sind. Die Öffnung, an der die Kurbel auf die Welle gesteckt wird kann leicht ausgeschlagen werden. Eine leicht gelockerte Kurbel knackt laut. Mit der Zeit wird sie sich spürbar bewegen und muß eventuell ersetzt werden.

Die Gewinde der Schrauben (oder Muttern) und die Unterseite des Schraubenkopfes (oder der Mutter), die gegen die Kurbel gedrückt werden, sollten mit Fett geschmiert werden.

Kettenblattschrauben locker?

Die Kettenblattschrauben sind die 4 oder 5 Schrauben, mit denen Kettenblätter mit dem Kurbelarm verbunden werden. Sie sollten in gutem Zustand und fest sein. Die Gewinde und die Sechskantköpfe sollten mit Fett oder Öl geschmiert werden, aber vermeiden Sie Schmiermittel außerhalb der Muttern. Die Muttern typischer Kettenblattschrauben weisen nur zwei kleine Kerben auf, die es ermöglichen, sie mit einem Werkzeug am Durchdrehen zu hindern, während die Schrauben angezogen werden. Wenn man die Außenseiten ungeschmiert lässt, gibt es normalerweise genügend Reibung zwischen der Mutter und dem inneren/mittleren Kettenblatt, um das Drehen zu vermeiden.

Tretlager/Lagerschalen locker?

Aufgrund der Gewinde normaler Tretlager ziehen sich die Lagerschalen bis zu einem gewissen Punkt selber fest. Dies führt manchmal zu einer unachtsamen Montage, speziell auf der rechten (fest verbundenen) Seite. Wenn die rechte Lagerschale leicht gelockert ist, wird sie sich nicht notwendigerweise selber lösen, aber auch nicht vollständig festziehen. Das Symptom dieses Zustands ist ein gelegentliches knacken oder klappern wenn die linke Kurbel bei kräftigem Pedalieren „über den Berg“ geht.

Dies ist eine überraschend häufige und regelmäßig übersehene Ursache unerwünschter Geräusche. Allgemein sollten Sie die oben genannten Punkte zuerst überprüfen, denn sie sind leichter zu beheben. Die Festigkeit der Tretlagerschale kann dagegen nicht ohne Demontage der Kurbel überprüft werden, aber mitunter kann man es auf diese Weise feststellen:

  • Drehen Sie die Kurbeln so, dass die linke Kurbel entlang des Sattelrohres steht, umschließen Sie die Kurbel und das Sattelrohr mit beiden Händen und drücken Sie die Kurbel in Richtung des Sattelrohres.
  • Dann drehen Sie Kurbeln so, dass die rechte Kurbel entlang des Sattelrohres steht und wiederholen Sie den Vorgang. Achten Sie auf ein Knacken/Quietschen.

Pedal-Probleme?

Prüfen Sie die Pedale, ob sie lockere oder schlechte Lager aufweisen.

Verbogenes Kettenblatt?

Falls ein Kettenblatt verbogen ist, kann es Schleifen am Umwerfer verursachen, besonders wenn man kräftig pedaliert.

Siehe dazu meinen Artikel zum Begradigen von Kettenblättern.

Streift der Umwerfer an die Kurbel?

Wenn die obere Begrenzungsschraube des Umwerfers zu locker eingestellt ist, oder der Umwerfer nicht gerade am Sattelrohr befestigt ist, kann der Käfig an der Innenseite der Kurbel streifen, während sie daran entlang bewegt wird. Dies kann auch ein Symptom für eine verbogene Kurbel sein, eventuell als Ergebnis eines Sturzes.

Siehe dazu meinen Artikel zur Einstellung von Kettenschaltungen.

Sattel quietscht?

Mitunter sind Geräusche, die vom Tretlager zu kommen scheinen, tatsächlich vom Sattel, eventuell von dort, wo das Sattelgestell mit der Sattelstütze verbunden ist oder die Verbindung zwischen Sattelgestell und Oberseite. Dieses Geräusch verschwindet, wenn Sie aus dem Sattel gehen und im Stehen pedalieren.

Knarzen vom Lenker/vorbau?

Wenn Sie eine Pedal-synchrones Geräusch haben, das nur auftritt, wenn sie kräftig pedalieren, siehe auch weiter unten zu den Geräuschen vom Lenker.

Geräusche von der Kette, einmal pro Kettendurchlauf (etwa alle 3-4 Pedalumdrehungen, abhängig von der Übersetzung)

Dies ist ein Zeichen, dass etwas mit der Kette nicht in Ordnung ist. Sie können das eventuell beheben oder Sie brauchen eine neue Kette.

Festes Kettenglied?

Wenn Sie einen regelmäßigen, sich wiederholenden Sprung oder eine Unregelmäßigkeit alle 3 oder 4 Pedalumdrehungen bemerken, haben Sie eventuell ein festes Kettenglied. Dies ist meistens das Kettenglied, an dem die Kette bei der Montage verbunden wurde. Wenn mit einem Kettennieter der Niet in die Kette gedrückt wird, zieht der Niet die Außenlasche mit sich, so dass die beiden Außenlaschen gegen die Innenlaschen gedrückt werden.

Der einfachste Weg zur Behebung ist es, den problematischen Bereich in eine „Z“-Form zu legen, mit der festen Verbindung im diagonalen Teil und dann die Kette vor und zurück zu biegen. Das lockert die festen Laschen etwas und macht das Kettenglied beweglich.

Verbogenes Kettenglied?

Falls Ihre Kette ein Kettenglied aufweist, dass durch einen Kettenklemmer verbogen wurde, kann dies ähnliche Symptome verursachen. Allgemein muß dann das verbogene Kettenglied (oder die ganze Kette) ersetzt werden.

Der einfachste Weg, feste/beschädigte Kettenglieder zu finden, ist es, das Fahrrad in die klein/klein-Kombination zu schalten (ein Gang, den man normalerweise nie fahren sollte). In diesem Gang ist die Kette am lockersten und biegt sich stärker als in jedem anderen Gang, während sie um das hintere Ritzel und durch die Rollen des Schaltwerk läuft. Drehen Sie die Kurbeln langsam rückwärts, während Sie die Kette beobachten, wie Sie durch das Schaltwerk läuft und Sie können normalerweise den Sprung am schlechten Kettenglied erkennen.

Alte und neue Kette gemischt?

Wenn neue Kettenglieder in eine abgenutzte Kette eingefügt werden, gibt es ein leichtes Klappern, wenn Übergänge von den kürzeren (neuen) zu den längeren (alten) Kettengliedern über ein Ritzel laufen. Dies kann selbst dann passieren, wenn nur ein neuer Niet oder ein neues Kettenschloß eingesetzt wird. Wenn eine längere Kette benötigt wird, verwenden Sie immer eine vollständige neue Kette.

Geräusche von den Bremsen

Gibt es Geräusche oder Klappern, wenn Sie nur eine der Bemsen betätigen?

Unregelmäßgikeiten der Felge greifen einmal pro Radumdrehung

Falls die Felge eine unregelmäßige Breite aufweist, führt das dazu, dass die Bremse stärker (oder schwächer) greift, wenn der unregelmäßige Teil der Felge beim Bremsen zwischen die Bremsklötze läuft.

Dies wird oft durch eine „Delle“ oder Beule in der Felge verursacht, ein weiter Punkt, verursacht durch den Schlag eines Steins oder eines Schlaglochs oder andere Straßenschäden. Dellen in den Felgen können manchmal behoben werden, indem man die Felge vorsichtig mit einem Hammer oder einer Zange bearbeitet.

Beachten Sie, dass Dellen dieser Art meist nur einen sehr kurzen Abschnitt der Felge betreffen. Wenn Sie feststellen, dass der „breite“ Bereich der Felge länger ist, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass die Bremsfläche einer alten Felge durch viele Kilometer mit Bremsvorgängen verschlissen und dünn geworden ist. Fahren Sie solche Felgen nicht, sie verursachen gelegentlich plötzliche und gefährliche Reifenplatzer!

Eine leichte Unregelmäßigkeit ist für brandneue Felgen nicht ungewöhnlich, da der Bereich, in dem die Felge am Stoß verbunden wird, oft leicht unregelmäßig ist. Dies Art von Unregelmäßigkeit fährt sich üblicherweise nach einigen hundert Kilometern „ein“ und begründet nicht notwendigerweise einen Defekt (abhängig von der Schwere).

Bremse klappert bei der ersten Betätigung – lockere Bremszange

Wenn die Bremszange am Rahmen locker ist oder die Bremsarme locker am zentralen Befestigungsbolzen führt die erste Betätigung der Bremse dazu, dass die Bremsarme nach vorne gezogen werden, was ein leichtes Klappern verursacht. Dies verursacht auch eine fehlerhafte vertikale Ausrichtung der Bremsklötze während die Bremsarme sich nach vorne schieben.

Siehe dazu meinen Artikel zu Zangenbremsen.

Vorderradbremse klappert bei der ersten Betätigung – lockerer Steuersatz

Wenn der Steuersatz locker ist, sitzt er normalerweise im Rahmen mit der Gabel nach vorne. Wenn Sie die Vorderradbremse betätigen, ziehen die Bremskräfte die Gabel nach hinten mit einem deutlichen Klappern. Bei leichtem Bremsen wird sich der Steuersatz vor und zurück bewegen und dabei rattern. Sie können dies möglicherweise über den Lenker spüren.

Der Steuersatz sollte eingestellt werden um diese Art von Spiel zu verhindern. Am stehenden Fahrrad ist das am leichtesten zu überprüfen: Blockieren Sie die Vorderradbremse und drücken Sie das Fahrrad vor und zurück, während Sie darauf achten, ob der Steuersatz wackelt. Manchmal hilft es, einen Finger leicht gegen die oberen und unteren Lagerschalen zu halten, um zu spüren ob sie sich gegeneinander bewegen.

Siehe dazu meinen Artikel zur Wartung von Steuersätzen.

Knacken und Quietschen vom Lenker

Geräusche vom Lenker treten meistens auf, wenn man kräftig pedaliert, weil man dann normalerweise abwechselnd stark an beiden Seiten des Lenkers zieht, um die Kraft für den Druck auf die Pedale auszugleichen. Diese Art von Geräuschen sollte nicht ignoriert werden, da sie in manchen Fällen mit wachsenden Rissen im Lenker oder dem Vorbau in Verbindung stehen. Solche Risse können zu Brüchen führen, einhergehend mit dem Verlust der Kontrolle. Vermeiden Sie Vorbauten mit Klemmschrauben hinter dem Lenker – siehe die Website von John Allen für Beispiele.

Die erste Sache, die man prüfen sollte ist, ob die Klemmschraube fest genug sitzt. Das Gewinde und die Unterseite des Kopfes sollten mit Fett oder Öl geschmiert werden; wenn nicht kann die Reibung im Gewinde verhindern, dass eine ausreichende Klemmkraft aufgebaut wird.

Einige Lenker haben Verstärkungshülsen im Mittelteil, die auch als eingebauter Abstandsalter dienen, um zum Durchmesser der Vorbauklemmung zu passen. Der Hauptteil des Lenker kann sich manchmal innerhalb dieser Hülse bewegen. Ich hatte mit Loctite ® einigen Erfolg in diesen Fällen: geben Sie ein paar Tropfen davon an die Stelle, wo der Lenker in die Hülse eintritt und verwenden Sie dann Druckluft, um es in den Spalt zu befördern. Lassen Sie das Ganze über Nacht fest werden, bevor Sie fahren.

Es ist auch eine gute Idee, den Vorbau gelegentlich aus dem Gabelschaft zu entfernen und die Innenseite des Gabelschaftes großzügig zu fetten. Vermeiden Sie es, die Vorbauklemmung zu fest anzuziehen, da dies den Gabelschaft verformen kann. Wenn sie einen gewindelosen Vorbau [Anm. des Übers.: auch als „AHeadSet ®“ bekannt] haben, ist dies normalerweise nicht notwendig.

Unregelmäßiges Knacken und Knarzen

Knisternde Schaltzüge beim Drehen des Lenkers?

Trockene Schaltröllchen? (quietschen selbst nach einer Kettenschmierung und fühlen sich möglicherweise warm an. Demontieren und schmieren.)

Etwas in Ihrer Tasche?

Einmal habe ich lange danach gesucht, um die Quelle für das mysteriöse Quietschen eines mitfahrenden Begleiters zu finden, nur um festzustellen, dass es überhaupt nicht sein Fahrrad war, es war die Kniestütze, die er an einem Bein getragen hat!

Rick Mason hat noch im Angebot:

Ich habe noch ein (seltsames) „immer einmal mit jeder Pedalumdrehung“-Geräusch für Sie – Schnürsenkel! Eines Tages bin ich mit Schnürsenkeln gefahren, die gute feste Enden hatten. Die Enden der Schnürsenkel sind jedesmal gegen das Unterrohr geschlagen (nur auf der linken Seite) und haben ein leichtes, klingendes Geräusch verursacht. Es hat mich verrückt gemacht, die Ursache zu finden. Ich blieb auf der Kettenseite bis ich es, eher durch Zufall entdeckt habe. Die Behebung war leicht – einfach die Schnürsenkel in meine Schuhe stecken.

Schrauben oder Muttern schmieren

Es ist widersprüchlich daran zu denken, Schmiermittel zu verwenden, um Schrauben und Muttern daran zu hindern, sich zu lockern. Aber tatsächlich funktioniert das wirklich!

Wenn man eine Schraube oder Mutter festzieht, arbeitet man gegen zwei Arten von Widerständen:

  • Tatsächliche Befestigung aufgrund der Klemmwirkung durch die Bewegung entlang der Gewindegänge
  • Reibungswiderstand während die Gewindegänge aneinander gedrückt werden und durch die Reibung der Schraube oder Mutter an den zu befestigenden Teilen

Nur die erste Kraft hilft tatsächlich, die Teile zusammenzuhalten. Wenn die Gewinde trocken sind, ist der Reibungswiderstand der begrenzende Faktor dafür, wie fest man eine Schraube oder Mutter mit einem bestimmten Drehmoment anziehen kann.

Wenn man die Gewinde und die Oberfläche der Mutter oder des Schraubenkopfes schmiert, wird sie bei gleichem Drehmoment fester angezogen.

Schmieren des Gewindes reduziert auch das Risiko, das Gewinde auszureißen.