Hercules Gamesurround Fortissimo III
Hinweis: Diese Soundkarte wird schon lange nicht mehr hergestellt und es gibt auch für aktuellere Betriebssysteme jenseits von Linux keine Treiber mehr.
Diese Soundkarte habe ich vor einigen Jahren (etwa 2003 oder 2004, so genau weiss ich es nicht mehr) als Ersatz für eine defekte SBLive angeschafft. Es handelt sich dabei um ein Teil auf Basis eines CS4624 und zwei zusätzlicher 4-Kanal-Codecs, so dass insgesamt 8 Kanäle zur Verfügung stehen (7.1). Extern zugänglich sind 6 Klinkenbuchsen für 4 Ausgänge und 2 Eingänge, sowie ein TOSLink-Anschluß für die digitale Audioausgabe. Intern stehen noch drei weitere analoge Eingänge sowie ein digitaler Eingang für optische Laufwerke zur Verfügung. Zusätzlich gibt es noch einen Gameport-Anschluß, der mit einem separaten Slotblech benutzt werden kann. Neuere Techniken, wie HD Audio oder frei konfigurierbare Anschlüsse gibt es hier noch nicht – der CS4624 wurde immerhin schon 1998 entwickelt und wird offiziell seit 2004 nicht mehr angeboten.
Die ursprüngliche Treiberinstallation unter Windows war etwas abenteuerlich – wenn das Installationsprogramm eine funktionierende Internetverbindung festgestellt hat, wurde man zuerst aufgefordert, die Netzverbindung zu trennen, um automatische Treiberupdates durch Windows zu verhindern. Solange die Netzverbindung bestand, wurde die Software nicht installiert. Unter Linux war das Ding benutzbar, allerdings mit etwas Handarbeit an der Konfiguration und anfangs auch nicht mit dem vollen Funktionsumfang.
Einige Jahre später habe ich praktisch die komplette Hardware (Mainboard, CPU etc.) gewechselt und zuerst den dort vorhandenen Onboard-Sound verwendet – nicht zuletzt deshalb, weil die alten Treiber von Hercules auf dem neuen Board einige Stabilitätsprobleme entwickelten und die Onboard-Lösung HD-Audio und frei konfigurierbare Anschlüsse bot. Allerdings zeigte sich, dass der Onboard-Soundchip nicht gerade von überragender Qualität war. Wenn die Einstellung für die Gesamtlautstärke eine gewisse (recht niedrige) Grenze überschritt, wurden Klänge mit massiven Störgeräuschen wiedergegeben – das betraf Windows XP Pro mit SP2 gleichermassen wie Ubuntu Linux 7.04.
Nun – die Hercules GS III war noch gut in Schuss, aber die Treiber nicht mehr vernünftig benutzbar. Um so erfreulicher ist der Umstand, dass Hercules selbst für diese alte Soundkarte nach mehreren Jahren 2007 noch neue Treiber entwickelt hat, die u.A. auch für Kompatibilität mit Windows Vista sorgen. Die Installation funktioniert jetzt auch ohne vorherige Netztrennung. Abgesehen von der fehlenden MIDI-Unterstützung unter Windows (die man aber ohnehin nicht unbedingt braucht – DirectX hat eine eigene MIDI-Ausgabe mit ordentlichen Samples), funktioniert nun Alles wie es soll – auch unter Ubuntu Linux in vollem Umfang und ohne Störgeräusche




