TrekBuddy

TrekBuddy (siehe auch http://wiki.trekbuddy.net) ist eine frei verfügbare J2ME-Anwendung zur GPS-Navigation auf mobilen Geräten und ist auf den meisten neueren Mobiltelefonen mit Java-Unterstützung nutzbar. Es ist auch eine Version für Android verfügbar.

Die Software kann sowohl externe GPS-Empfänger über Bluetooth als auch interne Empfänger nutzen. Auf dem Sony Ericsson C702 (aber auch auf anderen Modellen, wie C905 oder W995) läuft TrekBuddy absolut problemos und dank Signatur auch ohne lästige Sicherheitsabfragen beim Aktivieren des GPS-Empfangs. Ein großer Vorteil gegenüber Google Maps ist, daß man die Kartendaten vollständig auf der Speicherkarte des Mobiltelefons ablegen kann und so keine permanent laufende Internetverbindung benötigt. Auch kann TrekBuddy im Hintergrund bei gesperrter Tastatur weiterlaufen, was für das Aufzeichnen von Tracks auf längeren Strecken recht praktisch ist – selbst mit dem Gerät in der Hosentasche gelingt das recht gut.

Man kann TrekBuddy wahlweise im Vollbild-Modus oder als normale Anwendung nutzen. Im Vollbildmodus hat man zwar mehr Platz – sieht dafür aber weder den Ladezustand des Akkus noch Uhrzeit oder den Status des GPS-Empfängers bzgl. AGPS1). Ich betreibe TrekBuddy deshalb in der „normalen“ Ansicht.

Kartendarstellung

Für die Kartendarstellung verwendet TrekBuddy Bitmap-Grafiken zusammen mit Geocode-Informationen, die man vorher selbst erstellt und in das entsprechende Datenverzeichnis auf dem Mobiltelefon kopiert hat. Diese Arbeit kann man sich mit dem „TrekBuddy Atlas Generator“ enorm erleichtern – damit kann man den gewünschten Ausschnitt und die verschiedenen Vergrößerungsstufen bequem festlegen und danach die Karten direkt benutzbar und in komprimierter Form für TrekBuddy speichern lassen. Das Ganze ist eine Java-basierte Anwendung und damit unabhängig vom Betriebssystem nutzbar.

Nachdem man einen „Atlas“ mit mehreren Karten erstellt und auf das Mobiltelefon übertragen hat, kann man in TrekBuddy diesen Atlas laden (und auch als Standard verwenden) und bequem mit einer Taste zwischen den verschiedenen Karten wechseln – etwa zwischen verschiedenen Vergrößerungsstufen oder je nach Anwendung zwischen normaler Straßenkarte und Radwander-Karte.

Wenn der GPS-Empfang aktiviert wird, besteht die Möglichkeit, entweder automatisch die Bewegung als Track speichern zu lassen, den man später wieder auf den PC übertragen und weiterverarbeiten kann – oder man speichert bei Bedarf einzelne Wegpunkte, die zur Navigation verwendet werden können. Auch ist es möglich, manuell beliebige Punkte auf der Karte als Wegpunkte zu markieren – inklusive einer eigenen Beschriftung. Auch der umgekehrte Weg ist möglich – vorher eine Tour planen und die GPX-Datei auf das Mobiltelefon übertragen. So kann man sich für Wanderungen oder Radtouren vorbereiten und sich von TrekBuddy die Richtung zeigen lassen.

Computer Mode Screen (CMS)

Neben der Kartenansicht bietet TrekBuddy auch einen Kompaß und eine „Computer Mode Screen“ (CMS), der eine Ansicht verschiedener Daten, wie aktuelle Position, Geschwindigkeit usw. bietet und über XML-Dateien beliebig anpassbar ist.

Im Lieferumfang von TrekBuddy sind keine fertigen CMS-Dateien enthalten, da sie auf die Auflösung des verwendeten Gerätes angepasst werden müssen. Einige Beispiele findet man im Wiki von TrekBuddy unter http://wiki.trekbuddy.net/index.php/CMS.

Da ich selber TrekBuddy nicht im Vollbildmodus verwende und die vorhandenen CMS-Vorlagen nicht ganz exakt gepasst haben, habe ich – ausgehend von „Digiblue“ für 240×270 Pixel – eine leicht angepasste Version für 240×266 Pixel und etwas „Feinabstimmung“ der Schriften und Symbole erstellt, die zu jedem neueren Sony Ericsson Telefon mit einer regulären Auflösung von 240×320 Pixeln, wie C702, C905 oder W995 passen sollte.

Die Dateien dazu kann man hier als ZIP-Archiv herunterladen: trekbuddy_cms_240x266.zip (17 kB). Alle Dateien aus dem Archiv müssen in das Verzeichnis ui-profiles innerhalb des Datenverzeichnisses von TrekBuddy kopiert werden. Dann kann man mit der “#“-Taste in TrekBuddy die CMS-Darstellung aktivieren und mit den Navigationstasten nach links/rechts zwischen den fünf verschiedenen Ansichten wechseln. Mit „0“ kann man zwischen „Tag“- und „Nacht“-Ansicht wechseln.

Hinweis: Wenn man den internen GPS-Empfänger nutzt, sind einige Anzeigen, wie der 2D/3D-Status, ohne Aussagekraft, da diese Daten offenbar bei den internen Empfängern nicht ermittelt werden können (ungeachtet dessen ist 3D-Navigation aber dennoch möglich, da die Höhe korrekt angezeigt wird). Auch die Geschwindigkeitsanzeige funktioniert bei manchen Modellen erst bei deutlich mehr als 5 km/h.

1) Assisted GPS – über das Mobilfunknetz werden die aktuellen Satellitenpositionen abgefragt, um den exakten Standort schneller bestimmen zu können