Meine ersten Eindrücke vom Mobilfunknetz der Telekom

Vorbemerkung: der folgende Artikel ist meine rein private Meinung. Ich werde von niemandem dafür bezahlt und erhalte auch nichts von der Telekom dafür.

Nach meinem Umzug von Augsburg nach Berlin 2016 wurde ich nach vielen Jahren bei Arcor und später Vodafone wieder Kunde bei der Telekom, mittlerweile mit VDSL2 (100/40 MBit/s). Meine Erfahrungen sind bislang sehr positiv. Zwar gab es in den letzten zweieinhalb Jahren auch ein paar kleinere Störungen bei der IP-Telefonie und einen größeren Ausfall, aber insgesamt funktioniert der Zugang sehr stabil und auch immer mit der vollen Geschwindigkeit.

Ende 2018 stand auch die Entscheidung an, ob ich mit meinem Mobilfunkvertrag weiter bei O2 bleibe oder damit ebenfalls zur Telekom wechsele. Die Entscheidung wurde mir dadurch erleichtert, dass die Telekom mit „MagentaEINS“ anbietet, den Mobilfunkvertrag als Ergänzung zum vorhandenen Festnetzanschluß zu buchen, was mehrere Vorteile bietet (Stand Dezember 2018):

  • die monatliche Grundgebühr für den Mobilfunkvertrag ist dauerhaft 10 EUR billiger.
  • Verdoppelung des monatlichen Datenvolumens, d.h. auch bei der kleinsten Variante 5 GB statt 2,5 GB pro Monat.
  • Telefon-Flatrate vom Mobilfunknetz in’s Festnetz und umgekehrt.

Das Ganze bekomme ich für eine geringere monatliche Gebühr, als ich zuletzt bei O2 gezahlt habe (etwa 9 EUR günstiger), wo ich auch nur ein Datenvolumen 2 GB pro Monat hatte. Einziger Vorteil bei O2: wenn das Datenvolumen aufgebraucht war, wurde für den Rest des Abrechnungsmonats  auf 1 MBit/s gedrosselt. Bei der Telekom sind es dann nur 64 kBit/s. Da ich aber das Volumen bei O2 nur sehr selten ausgeschöpft habe, reichen mir auch 5 GB bei der Telekom vollkommen aus.

Der Wechsel war recht problemlos – ich musste nur beachten, neben der Kündigung des Vertrags bei O2 auch die Rufnummernübernahme zu beantragen, damit ich auch weiterhin unter der selben Nummer erreichbar bin.

Netzabdeckung und Geschwindigkeit

Der entscheidende Aspekt für mich war aber neben dem Preis auch die bessere Netzabdeckung. O2 gibt zwar an, dass das Netz in Berlin flächendeckend auch in Gebäuden problemlos funktioniert – die Praxis sieht aber leider anders aus. Im Büro hatte ich an meinem Arbeitsplatz praktisch gar keinen Empfang und selbst wenn ich mich an’s Fenster gestellt habe, war die Verbindung immer noch sehr eingeschränkt.

Ganz anders beim Telekom-Netz: da habe ich auch am Arbeitsplatz eine stabile LTE-Verbindung mit mindestens 7-8 MBit/s und unter günstigen Bedingungen sind auch fast 80 MBit/s in Empfangsrichtung und über 35 MBit/s in Senderichtung möglich:

Telefonie

Entsprechend der Netzabdeckung waren auch die ersten Telefonate völlig problemlos. Wenn möglich, wird auch VoLTE genutzt – dadurch sinkt die Zeit für einen Verbindungsaufbau deutlich und je nach Gegenstelle ist die Sprachqualität mit „HD-Telefonie“ deutlich besser als im klassichen GSM-Netz.

Vorläufiges Fazit

Der erste Eindruck nach zwei Monaten ist sehr gut. Es mag zwar noch günstigere Angebote geben oder solche mit mehr Datenvolumen für die selbe Grundgebühr (nach Abzug der „MagentaEINS“-Vergünstigung etwa 22 EUR in den ersten 12 Monaten, danach 27 EUR im Monat) – aber eine zuverlässige stabile Verbindung auch in Innenräumen ist mir wichtiger als der günstigste Preis.

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